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Entwicklung von Impfstoffen gegen SARS-CoV2 läuft auf Hochtouren

von A&W Online

Impfstoff mit Spritze
Foto: Leith Prater - stock.adobe.com

Eine Frage, die derzeit Menschen weltweit bewegt: Wann wird es eine Impfung gegen das Coronavirus SARS-CoV2 geben? Zumindest die hohe Anzahl an Forschungsprojekten, die sich mit verschiedenartigen Impfstoffen beschäftigen, gibt Grund zur Hoffnung.

Die Bekanntmachung der genetischen Sequenz von SARS-CoV2 hat Bewegung in die Forschungslandschaft gebracht: Aktuell wird in mehr als 70 Projekten an potenziellen SARS-CoV2-Impfstoffen geforscht. Fünf Impfstoffkandidaten haben bereits Einzug in klinische Phase-I-Studien erhalten. Das geht aus einer Übersicht hervor, die Wissenschaftler der internationalen Impfstoff-Initiative „Coalition for Epidemic Preparedness Innovations“ (CEPI) am 09. April 2020 veröffentlicht haben.

Wissenschaftler fahren verschiedene Strategien

Den Startschuss machte das Biotechnologie-Unternehmen Moderna mit seinem Impfstoff mRNA-1273, der als erster im Rahmen einer klinischen Studie gesunden Freiwilligen verabreicht wurde. Dabei handelt es sich um einen genbasierten Impfstoff, der ausgewählte Gene des Virus in Form von mRNA enthält. Der Vorteil ist, dass sich so große Mengen des Impfstoffes vergleichsweise schnell herstellen lassen. Allerdings gibt es aktuell noch keine Impfstoffe dieser Art gegen andere Krankheiten auf dem Markt.

Anders sieht es da bei Strategien aus, die harmlose Vektorviren als Transportvehikel für SARS-CoV-Oberflächenproteine nutzen. Auf Vektorviren baut beispielsweise auch der erste zugelassene Ebola-Impfstoff auf. Derartige Impfstoffe sind dafür bekannt, eine starke Immunreaktion auszulösen.

Die dritte große Säule bilden Totimpfstoffe, die rekombinante Proteine als Antigene enthalten. Für diese Technologie existieren langjährige Erfahrungen. Sie kommt zum Beispiel bei Impfungen gegen Tetanus, Hepatitis B oder Grippe zum Einsatz. Die Herstellung dieser Impfstoffe ist jedoch etwas aufwendiger im Vergleich zu den anderen Verfahren.

Unternehmen setzen auf Zusammenarbeit

Um die Entwicklung eines Impfstoffes voran zu treiben, bündeln Vertreter der Pharmabranche ihre Kräfte. So teilte beispielsweise das Unternehmen GlaxoSmithKline in einer virtuellen Presseveranstaltung am 15. April 2020 mit, dass es seine bewährte Adjuvans-Technologie für Projekte im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Impfstoffen zur Verfügung stellen möchte. Die Zugabe eines Adjuvans kann die Immunogenität des Impfstoffes steigern und so die Menge des pro Dosis erforderlichen Impfproteins verringern. Dadurch ist es möglich mehr Impfstoffdosen herzustellen, was bei einer Pandemie von besonderer Bedeutung ist.

Aktuell arbeitet GlaxoSmithKline mit Sanofi zusammen an einen adjuvantierten Impfstoff gegen COVID-19. Die Unternehmen planen, in der zweiten Hälfte dieses Jahres mit den Phase-I-Studien zu starten. Im Idealfall hoffen sie den Impfstoff in der zweiten Hälfte des Jahres 2021 zur Verfügung stellen zu können.

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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib
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