Icon Navigation öffnen
Streit um Kostenübernahme

Krankenkasse muss nicht jede Therapie bezahlen

von A&W Online

Krankenkassen Karten

Bei manchen Krankheiten können neue und auch unerprobte Therapien durchaus eine Hilfe sein. Allerdings ist die Krankenkasse hier nicht in der Pflicht, die Kosten für solche Heilbehandlungen zu übernehmen. Das gilt zumindest, wenn es noch Alternativen gibt.

Krankhafte Fettverteilungsstörung

In dem verhandelten Fall litt eine Frau unter einer krankhaften Fettverteilungsstörung. Trotz Empfehlung der behandelnden Ärzte lehnte die Krankenkasse die Kostenübernahme für eine chirurgische Therapie der Erkrankung mittels Fettabsaugung ab. Statt dieser sogenannten Liposuktion verwies sie auf physikalische Maßnahmen in Form einer Lymphdrainage und dem regelmäßigen Tragen von Kompressionsstrümpfen. Dagegen klagte die Patientin.

Ohne Erfolg: Die Versicherte habe keinen Anspruch auf die Behandlung, entschieden die Richter. Der Grund: Zur Qualität und Wirksamkeit der Liposuktion könnten noch keine zuverlässigen, wissenschaftlich nachprüfbaren Aussagen gemacht werden. Es fehlten zudem einwandfrei geführte Studien über die Zahl der behandelten Frauen und die Wirksamkeit der Methode. Die Krankheit stelle zudem keine lebensbedrohliche Erkrankung dar. Daher könne die Kasse auf eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung verweisen.

Anzeige

Sparen Sie Zeit bei der Dokumentation – jederzeit, überall

Die zunehmende Überlastung der Ärzte ist besorgniserregend. Neue gesetzliche und administrative Anforderungen, gestiegene Patientenzahlen sowie begrenzte Budgets stellen die niedergelassenen Praxen ... Mehr
Author's imageServiceredaktion
Login erfolgreich

Sie haben Sich erfolgreich bei arzt-wirtschaft.de angemeldet!

×