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Dividenden: Darauf kommt es bei der Aktienauswahl an

von Marzena Sicking

Person tippt auf Schild mit der Aufschrift Aktien und Dividende
Foto: wsf-f - stock.adobe.com

Vor allem für langfristig denkende Investoren sind Dividenden wichtig. Schließlich tragen sie einen entscheidenden Teil zur Aktien-Performance bei. Anleger sollten aber nicht den Fehler machen, nur wegen einer vermeintlich verlockenden Dividende in eine Aktie zu investieren, meint Finanzexperte Dr. Markus C. Zschaber*.

Viele Privatanleger orientieren sich fast ausschließlich an der Dividendenrendite. Diese drückt zwar sehr klar das Verhältnis zwischen Aktienkurs und Ausschüttung aus und macht Dividendenwerte vordergründig vergleichbar. Schon auf den zweiten Blick hinken derartige Vergleiche allerdings.

Wovon hängt die Höhe der Aktiendividende ab?

So kann die Dividendenrendite ausschließlich aufgrund eines Kurseinbruchs mit einem attraktiven Niveau locken. Hinzu kommt: Wie viel Dividende ein Unternehmen ausschüttet, hängt vom Beschluss der Hauptversammlung ab. Dort haben aber nicht selten wenige große Anteilseigner das letzte Wort. Nicht immer haben diese Großaktionäre den langfristigen Erfolg im Blick. Manchmal geht es ihnen nur darum, möglichst schnell hohe Erträge zu generieren. In solchen Fällen kann es vorkommen, dass Aktiengesellschaften mehr Dividende ausschütten, als es der Jahresgewinn erlauben würde. Wer ein Unternehmen langfristig als Aktionär begleiten will, hat von einer solchen Dividendenpolitik wenig. Denn eine Ausschüttung sollte weder Investitionen ins eigentliche Geschäft verhindern, noch eiserne Reserven aufzehren. Grundsätzlich können sich Anleger daran orientieren, dass die gesamte Ausschüttungssumme nicht mehr als 50 Prozent des erwirtschafteten Gewinns betragen sollte.

Beim Aktienkauf auf das Potenzial steigender Dividenden achten

Die richtig guten Dividendenwerte sind also nicht zwangsläufig diejenigen Unternehmen, die eine sehr hohe Dividendenrendite bieten. Vielmehr sind es Titel, die das Potenzial für stetig steigende Dividenden haben. Beim Blick auf die besten Dividenden-Bringer kommt es auf die Geschäftsmodelle, die Eigentümerstruktur, die Qualität des Managements sowie auf die Bilanz und die Wachstumsaussichten an. Nur dann kann ein Unternehmen für eine gewisse Dividendenkontinuität stehen.

Anleger, die eine Dividendenstrategie verfolgen, sollten also mindestens zwei Dinge beachten: Die jeweiligen Unternehmen sollten ihre Ausschüttung verdienen und zudem beständig wachsen. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, hat ein Dividendenwert das Zeug zum wahren Dividenden-Aristokraten. Das sind diejenigen Unternehmen, die über 25 Jahre ihre Aktionäre mit stetig steigenden Dividenden belohnen.

Mit Dividenden für Stabilität im Depot sorgen

Stabile Dividendenwerte punkten damit, dass sie für Stabilität im Depot sorgen. So belegen zahlreiche Studien, dass Unternehmen, die über Jahre hinweg eine stabile oder sogar steigende Dividende zahlen, am Aktienmarkt eine geringere Anfälligkeit für Kursschwankungen aufweisen als Titel mit niedrigen oder keinen Ausschüttungen. Gerade in sehr herausfordernden Zeiten könnten Unternehmen, die über lange Zeit hinweg eine steigende oder zumindest stabile Dividende bieten, eine gute Wahl sein.

*Der Autor: Dr. Markus C. Zschaber ist Geschäftsführender Gesellschafter der V.M.Z. Vermögensverwaltungsgesellschaft Dr. Markus C. Zschaber mbH in Köln.

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