Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
Klinik

Mit der Förderung unterstützt das Land die Neuordnung der Krankenhausversorgung im Kreis Minden-Lübbecke und die Umsetzung des nordrhein-westfälischen Krankenhausplans. Für Landrat und Verwaltungsratsvorsitzenden Ali Doğan hat die Übergabe eine Bedeutung, die weit über die Fördersumme hinausgeht. „Heute ist ein guter Tag für die Menschen im Mühlenkreis. Hinter uns liegen Jahre intensiver Beratungen, Gutachten, neuer Prüfungen und auch harter Auseinandersetzungen. Das Land Nordrhein-Westfalen gibt uns mit 178 Millionen Euro nicht nur eine außergewöhnlich große finanzielle Unterstützung. Es bestätigt damit auch, dass der Weg, den wir für die künftige Krankenhausversorgung eingeschlagen haben, zur Krankenhausplanung des Landes passt.“

Der Förderbescheid schaffe nach Jahren der Planung und Diskussion eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung der beiden Bauvorhaben. Im Lübbecker Land soll in Espelkamp ein neues Klinikum entstehen, in dem die stationären Angebote der bisherigen Standorte Lübbecke und Rahden zusammengeführt werden. In Bad Oeynhausen sollen das Krankenhaus Bad Oeynhausen und die Auguste-Viktoria-Klinik am Standort der AVK zusammengeführt werden.

Die Entscheidung über die künftige Krankenhausstruktur hat den Kreis über Jahre beschäftigt und wurde insbesondere in den vergangenen Monaten intensiv öffentlich diskutiert. Nach Ansicht von Doğan sollte die Fördermittelübergabe deshalb auch Anlass sein, den Blick wieder stärker auf das gemeinsame Ziel zu richten.

„Wir haben miteinander gerungen, weil es um viel geht: um Gesundheitsversorgung, um Standorte, um Arbeitsplätze und um die Frage, wie wir öffentliche Daseinsvorsorge für die kommenden Jahrzehnte sichern. Unterschiedliche Auffassungen gehören zu einer solchen Entscheidung. Aber irgendwann muss aus der Debatte wieder gemeinsames Handeln werden“, sagt Doğan. „Ich wünsche mir sehr, dass dieser Tag dazu beiträgt. Die Entscheidung ist getroffen, das Land steht hinter dem Vorhaben und stellt dafür 178 Millionen Euro bereit. Jetzt sollten wir gemeinsam dafür sorgen, dass daraus zwei gute Krankenhäuser für die Menschen in unserer Region werden.“

Neue Krankenhausplanung des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit den geplanten Investitionen reagieren die Mühlenkreiskliniken zugleich auf die neue Krankenhausplanung des Landes Nordrhein-Westfalen. Medizinische Leistungen werden stärker gebündelt, Doppelstrukturen reduziert und die Standorte entsprechend ihrer künftigen Versorgungsaufgaben weiterentwickelt.

Für Aulkemeyer beginnt mit der Fördermittelübergabe deshalb eine neue Phase: „Über die Frage, ob diese Projekte kommen sollen, ist lange und intensiv gesprochen worden. Jetzt geht es darum, sie gut umzusetzen. Wir wissen, dass nicht jeder Schritt der vergangenen Jahre überall Zustimmung gefunden hat. Umso wichtiger ist es, dass wir auch in der kommenden Phase transparent bleiben, zuhören und erklären. Wir bauen diese Krankenhäuser schließlich nicht für Institutionen oder Gremien, sondern für die Menschen im Mühlenkreis.“

Quelle:

MKK Mühlenkreiskliniken

Stichwörter