Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
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Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Niedergelassene Ärzte verbringen rund 30 Prozent ihrer 52-Stunden-Woche mit Dokumentation – das entspricht etwa 2.880 Euro Aufwand pro Praxis und Woche.

  • KI-gestützte Dokumentation wie Noa Notes spart in Praxistests im Schnitt die Hälfte dieser Zeit ein.

  • Hochgerechnet entspricht das einer wirtschaftlichen Entlastung von bis zu 69.000 Euro pro Praxis und Jahr.

Warum schrumpfen die Reinerträge in Arztpraxen trotz Honorarerhöhung?

KBV und GKV haben sich auf eine Anhebung des Orientierungswerts um 3,85 Prozent geeinigt – ein Plus von rund 1,7 Milliarden Euro für die ambulante Versorgung. Berufsverbände reagierten dennoch ernüchtert: Von einer „faktischen Nullrunde“ und gar einem „Frühverrentungsprogramm für Praxisärzte“ war die Rede.*

Der Grund liegt im Strukturproblem deutscher Praxen. Während Betriebskosten und Tarifgehälter Jahr für Jahr steigen, sinken die Reinerträge real. Personalkosten machen bereits rund 58 Prozent der Gesamtausgaben aus und sind seit 2019 um knapp 25 Prozent gestiegen.** Gleichzeitig bleibt die Arbeitsbelastung mit 52 Stunden pro Woche konstant hoch – rund die Hälfte der Ärzte empfindet das als erhebliche Belastung.***

Eine nominal höhere Vergütung gleicht diese Entwicklung nicht aus. Wer wirtschaftlich gegensteuern will, muss bei der Aufwandsseite ansetzen – und dort ist die Dokumentation der größte Hebel.

Was kostet die Dokumentation eine Praxis konkret?

Setzt man die Eckwerte zusammen, ergibt sich für eine durchschnittliche Praxis folgende Rechnung:****

Position

Wert

Arbeitszeit pro Woche

52 Stunden pro Woche

Anteil Dokumentation

30 Prozent

Dokumentationszeit pro Woche

16 Stunden

Kalkulatorischer Stundensatz

180 Euro

Wochenaufwand für Dokumentation

2.880 Euro

Hochrechnung pro Jahr (48 Arbeitswochen)

rund 138.000 Euro

Die Eingangsannahmen sind transparent: Stundensatz und Dokumentationsanteil variieren in jeder Praxis. Bei höherer Patientenfrequenz oder spezialisierter Tätigkeit verschiebt sich das Verhältnis – nach unten wie nach oben. Klar ist: Bei diesen Größenordnungen ist der Dokumentationsaufwand kein Randthema, sondern ein eigenständiger Kostenfaktor.

Wie viel davon lässt sich mit KI-Dokumentation einsparen?

Hier kommt KI ins Spiel. Mit Noa Notes lässt sich nach aktuellen Erfahrungen aus Praxistests durchschnittlich die Hälfte der Dokumentationszeit einsparen.***** Übertragen auf die obige Rechnung:

Position

Vorher

Mit Noa Notes

Dokumentationszeit pro Woche

16 Stunden

8 Stunden

Wochenaufwand

2.880 Euro

1.440 Euro

Jahresentlastung

ca. 69.000 Euro

Diese acht Stunden lassen sich entweder anderweitig nutzen – für mehr Patiententermine, sprechende Medizin oder eine ehrliche Mittagspause – oder schlicht als reduzierte Wochenarbeitszeit auszahlen. Beides ist wirtschaftlich relevant.

„Die Dokumentation wird in Praxen oft zum Flaschenhals, weil Sprechstunden mit zwei Helferinnen sowohl zur Behandlung als auch für die Mitschrift in der heutigen Personalsituation unmöglich sind“, erklärt Dr. Louis Bahlmann, niedergelassener Zahnarzt und Implantologe aus Köln. „Für die Dokumentation ausführlicher Beratungsgespräche kommt bei mir deshalb die KI zum Einsatz. So kann ich mich darauf verlassen, dass alle Informationen nach der Sprechstunde präzise und strukturiert vorliegen.“

Wo liegen die Grenzen der KI-Entlastung in der ambulanten Versorgung?

Auch wenn die Rechnung beeindruckt – KI löst nicht alle strukturellen Probleme der Niederlassung. Drei Punkte gehören ehrlich dazu:

  • Politische Rahmenbedingungen bleiben unverändert. Plausibilitätsprüfungen, 780-Stunden-Quartalskontingente und die Entkopplung von Dokumentationsaufwand und Vergütung sind politische Themen, kein Anwendungsfall für Software.

  • Nicht jede Tätigkeit lässt sich automatisieren. Anamnese, körperliche Untersuchung und Therapieentscheidung bleiben in ärztlicher Hand. KI hilft beim Dokumentieren, nur indirekt beim Behandeln.

  • Einarbeitung und Workflow müssen stimmen. Wer das Tool nicht konsequent in die Sprechstunde einbaut, verliert den Hebel.

Die nüchterne Antwort auf die Titelfrage lautet damit: KI rettet die ambulante Versorgung nicht im Alleingang. Sie liefert aber den derzeit größten praxisindividuell verfügbaren Spielraum für wirtschaftliche Entlastung – und das ohne politische Reform.

Fazit: Der Hebel liegt nicht in der Politik, sondern im Workflow

Honorarerhöhungen mögen kommen oder ausbleiben – am strukturellen Druck ändern sie wenig. Konkret beeinflussen lässt sich vor allem die eigene Aufwandsseite, und der größte einzelne Posten dort heißt Dokumentation. Wer ihn halbiert, bewegt sich rechnerisch im Bereich von rund 69.000 Euro Jahresentlastung pro Praxis – ein Betrag, der sich in zusätzlichen Patientenkontakten, geringeren Überstunden oder beidem auszahlt.

Noa Notes lässt sich kostenfrei und unverbindlich testen – ISO/IEC 27001-zertifiziert, DSGVO-konform und mit Datenverarbeitung in Deutschland.

 

FAQs

Wie viel Zeit sparen Ärzte mit KI-Dokumentation im Schnitt?

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten als Ärztin mit einer typischen 52-Stunden-Woche. Rund 15 Stunden davon verbringen Sie mit Dokumentation. Mit Noa Notes reduziert sich dieser Aufwand um durchschnittlich 75 Prozent: Statt 15 Stunden schreiben Sie noch knapp 4. Das sind fast 11 Stunden pro Woche, die Sie zurückgewinnen: Für mehr Patientengespräche, frühere Feierabende oder schlicht durchatmen zwischen zwei Terminen.

Lohnt sich KI für kleine Praxen oder nur für große?

Gerade kleine Praxen profitieren überdurchschnittlich. Sie tragen das volle wirtschaftliche Risiko, haben oft weniger Personal zur Entlastung und verlieren durch Dokumentation prozentual mehr Arbeitszeit. Eine halbierte Dokumentationszeit wirkt sich hier direkter auf Reinertrag und Lebensqualität aus als in größeren Strukturen mit verteiltem Aufgabenmix.

Welche Kosten verursacht der Einsatz von KI in der Arztpraxis?

Eine erste Hürde gibt es nicht: Noa Notes lässt sich kostenfrei und unverbindlich testen. Die laufenden Konditionen orientieren sich am Praxisverwaltungssystem und starten ab 59€/monatlich. Damit liegen sie in der Regel deutlich unter den Personalkosten einer zusätzlichen MFA-Stunde pro Tag. Die Investition refinanziert sich damit über die Zeitersparnis.

Was kann KI in der ambulanten Versorgung leisten – und was nicht?

KI entlastet vor allem bei wiederkehrenden, strukturierten Aufgaben: Dokumentation, Spracherkennung, Terminmanagement, Datenanalyse. Sie ersetzt keine ärztliche Entscheidung, keine Patientenbeziehung und keine politischen Reformen. Wer realistische Erwartungen hat und KI als Werkzeug einsetzt, verschafft sich aber einen messbaren wirtschaftlichen und zeitlichen Spielraum.

Welche Voraussetzungen muss die Praxis-IT erfüllen?

Die Anforderungen sind überschaubar: stabile Internetverbindung, ein Smartphone, Tablet oder Laptop mit Mikrofon und ein Praxisverwaltungssystem, das Freitext- oder PDF-Import unterstützt. Zusätzlich braucht es einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter und eine standardisierte Patientenaufklärung. Spezielle Hardware oder aufwendige Integration sind nicht erforderlich.

Quellen:

* ÄrzteZeitung (09/2024) mit Reaktionen: »Honorarverhandlungen beendet: 3,85 Prozent mehr für Vertragsärzte«

** Zi-Praxis-Panel (ZiPP) des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung.

*** Ärzteblatt (09/2024): »Aufwendungen von Arztpraxen steigen stark« mit Zahlen zu diversen Fachrichtungen. Franziska Jung, et al. (2023): Arbeitszeit bei Ärzt:innen und Auswirkungen auf Gesundheit, Zufriedenheit und Gesundheitsversorgung · praktischArzt.de (10/2024): »Vergleich Arbeitszeit Arzt in Praxis und Klinik« · Hartmannbund (08/2024): »Etwa 80 Prozent der Ärzte empfinden ihre Arbeit als belastend«

**** Vgl. praktischArzt.de (12/2024): »Reinertrag von Praxen«. Der Betrag von 179,23 Euro ergibt sich aus der Analyse von Gesamtkosten und Arbeitszeiten. Dazu werden die jährlichen Gesamtkosten (Personal, Miete, Strom, Nebenkosten) durch die produktiven Arbeitsstunden geteilt. Anhand der Aufwendungen von durchschnittlich 466.000 Euro pro Jahr und Praxis und einer durchschnittlichen Arbeitszeit niedergelassener Ärzte von 52 Stunden pro Woche (2.600 Arbeitsstunden im Jahr) betragen die durchschnittlichen Kosten 179,23 Euro (466.000 ÷ 2.600).

***** Hierbei handelt es sich um Schätzwerte, die auf den Aussagen individueller ärztlicher Kunden basieren. jameda übernimmt keine Garantie für spezifische Kosteneinsparungen.