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Jetzt auf Alternativen zu den Big Techs setzen

von A&W Online

Lupe über Micro-Caps
Foto: IQConcept - stock.adobe.com

Die sogenannten FANGMAN-Aktien, wie Apple, Netflix, google, Microsoft, Amazon und Nividia genießen hohe Aufmerksamkeit. Warum Investoren trotzdem mehr preiswerte Aktien ins Depot nehmen sollten, für die sich die breite Masse noch nicht interessiert, erklärt Finanzexperte Gottfried Urban.

Ob die gefragtesten Unternehmen des vergangenen Jahrzehnts in den kommenden zehn Jahren noch zu den größten Indexgewichten gehören, ist zumindest mit Blick auf die Historie fraglich. Um die Jahrtausendwende waren es Telekommunikationsaktien, kurz vor der Finanzkrise 2007 Rohstoff- und Banktitel und Ende der 1980er-Jahre waren es japanische Aktien, die in den Börsenindizes (zu) stark gewichtet waren.

Die sogenannten Nifty Fifty Unternehmen (McDonalds, Walt Disney, Coca-Cola usw.) waren Anfang der 1970er-Jahre völlig überteuert. Damals wie heute bedeutet die Dominanz in den Börsenindizes immer, dass genau diese Aktien extrem hoch bewertet sind. War der Hype vorbei, brachen die Bewertungen ein und die Favoriten wechselten.

Gewinnschätzungen für Big Techs möglicherweise revidieren

Vielleicht stehen wir gerade jetzt vor einer Zeitenwende. Sollte die US-Notenbank die Zinsen 2022 wieder anheben, würde die Finanzierung von Investitionen teurer werden. Analysten müssten Schätzungen für künftige Unternehmensgewinne gerade bei den hochpreisigen Technologieunternehmen möglicherweise revidieren.

Investoren sollten daher mehr preiswerte Aktien ins Depot nehmen, für die sich die breite Masse noch nicht interessiert. Als die Börsenblase im Jahr 2000 platzte, stiegen die Aktienkurse von Krones, Sanofi, Henkel, Johnsons&Johnson, OMV, Adidas, Baywa, Südzucker oder K+S, um nur einige zu nennen, während der DAX oder die US-Technologiebörse um mehr als die Hälfte einbrach. Es waren eben solche Aktien, die keiner haben wollte. Nebenwerte ohne Internetfantasie, aber mit soliden Kennzahlen und Aussichten. Davon gab es sehr viele.

Sogenannte Micro-Caps werden interessant

Vorausschauende Investoren investieren vermehrt abseits der Börsenlieblinge der letzten Jahre. Der Energie- und Rohstoffsektor und viele andere klassischen Industriebereiche sind in den großen Indizes mittlerweile gering gewichtet und niedrig bewertet. Sogenannte Micro-Caps (Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung bis zu 500 Millionen Euro) werden von Indexinvestoren wenig beachtet. In diesem Segment bieten aktive Fondsmanagementansätze echte Mehrwerte zu ETF- und Indexprodukten.

*Der Autor: Gottfried Urban, Geschäftsführer der Urban & Kollegen GmbH Vermögensmanagement in Altötting

 

*Der Name FANGMAN-Aktien leitet sich aus den Anfangsbuchstaben großer Tech-Unternehmen her: Mitglieder dieser Aktiengruppe sind: Facebook, Apple, NVIDIA, Google, Microsoft, Amazon und Netflix.

 

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Author's imageIlias TsimpoulisManaging Director bei Doctolib
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