Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
Honorare

Laut KBV hat sich die Honorarsituation der niedergelassenen Ärzte im dritten Quartal 2020 wieder normalisiert. Demnach verbuchten die Praxen in den drei Sommermonaten nur einen leichten Rückgang der Behandlungsfälle. Im Schnitt sanken die Zahlen nur um 1,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz je Arzt stieg zugleich um durchschnittlich 4,9 %.

Die Gesamtvergütung erhöhte sich laut Honorarbericht um 649 Millionen Euro (+6,5 %) auf rund 10,6 Milliarden Euro. Das größte Plus wurde im Berichtszeitraum bei den extrabudgetären Leistungen erzielt, die um 29 % gestiegen sind. Dagegen ist die MGV (infolge der Bereinigung um die TSVG-Leistungen) um 6 % gesunken.

Hausärzte verbuchen Honorarplus von 3,6 %

Bei den Hausärzten erhöhte sich der Honorarumsatz je Arzt im dritten Quartal 2020 im Schnitt um 3,6 %. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 %. Die Anzahl der Behandlungsfälle sank zugleich um 2,6 %.

Einen etwas höheren Honorarzuwachs als die Hausärzte konnten Fachärzte und Psychologische Psychotherapeuten erzielen. Bei den Fachärzten stieg der Honorarumsatz je Arzt um 5,7 %, die Behandlungsfallzahl um 1,0 %. Der Honorarumsatz je Behandlungsfall wuchs um 6,6%.

Der durchschnittliche Honorarumsatz je Psychologischem Psychotherapeuten stieg im Berichtszeitraum um 5,9 %, der Honorarumsatz je Behandlungsfall um 8,8 %. Die Zahl der Behandlungsfälle stieg um 2,0 %.