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Langfristige Kortison-Gabe kann in die Knochen gehen

von Ines Schulz-Hanke

Röntgenbild und Stetoskop
Foto: Pixelot - stock.adobe.com

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) hat eine Empfehlung zur Glukokortikoid-induzierten Osteoporose ausgesprochen.

In den westlichen Nationen ist etwa ein Mensch unter hundert wegen einer chronisch entzündlichen Erkrankung, beispielsweise Rheuma, auf eine langfristige Therapie mit Glukokortikoiden angewiesen. Die DGRh erklärt in einer aktuellen Empfehlung zum Management der Glukokortikoid-induzierten Osteoporose, welche Präventions- und Therapieoptionen für diese Folgeerkrankung bestehen, wie aus einer Pressemeldung hervorgeht.

Langzeitbehandlung mit Glukokortikoiden

Als Langzeitbehandlung gilt der Einsatz von Glukokortikoiden über einen Zeitraum von drei Monaten oder länger. Wie die DGRh mitteilt, ließen sich bei etwa 30 bis 40 Prozent der über viereinhalb Jahre mit Kortison Behandelten aktuelle oder frühere Frakturen feststellen. Das Fatale sei, dass viele Betroffene insbesondere kleine Frakturen therapiebedingt kaum oder gar nicht spüren, sodass sie oft unbehandelt bleiben. Auf diese Weise werde das Skelett zunehmend fragiler und weitere Brüche werden wahrscheinlicher.

Ab dem Beginn einer langfristigen Glukokortikoid-Therapie sollten sich Patientinnen und Patienten kalziumreich ernähren und Vitamin D erhalten, denn die Knochendichte nimmt bereits in den ersten drei bis sechs Monaten um bis zu 12 Prozent ab. Entsprechend der Leitlinie des Dachverbandes Osteologie (DVO) sollte zudem die Knochendichte regelmäßig überprüft werden. Außerdem sollten Medikamente gegen den Knochenabbau oder sogar für den -aufbau erwogen werden.

Quelle: www.dgrh.de

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