Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
Abrechnung

Diese neue Regelung zur mehrfachen Abrechnung der Zweitmeinung greift, wenn bei einem Patienten innerhalb eines Jahres aufgrund unterschiedlicher Indikationen operiert werden soll. Zudem ist bei paarigen Organen oder Körperteilen die Beratung je Seite berechnungsfähig, so die KBV in ihrer Praxismitteilung.

Bisher konnte die Gebührenordnungsposition (GOP) 01645 für die Aufklärung und Beratung zum Zweitmeinungsverfahren nur einmal pro Krankheitsfall abgerechnet werden. Diese Beschränkung ist angesichts der steigenden Zahl planbarer Operationen, bei denen Patienten Anspruch auf eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung haben, nicht mehr ausreichend, so die Erkenntnis. Im Einzelfall könne eine erneute Beratung innerhalb weniger Monate erforderlich sein, weshalb die Änderung notwendig werde.

Der ergänzte Bewertungsausschuss hat daher beschlossen, die GOP 01645 anzupassen. Ärzte, die die Erstmeinung stellen, können die Leistung künftig für jede Indikation einmal im Krankheitsfall abrechnen. Bei Indikationen, die mit einer Seitenangabe gekennzeichnet sind, kann die GOP pro Seite berechnet werden. Die Anpassung der Abrechnungsbestimmung ist am 1. Juli 2023 in Kraft getreten.