Impfdurchbrüche

Fast 90 Prozent der Corona-Fälle im Krankenhaus ungeimpft

Wie Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen, ist der überwiegende Teil der aufgrund einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten ungeimpft.

Von den Corona-Krankenhausfällen der Kalenderwochen 31 bis 35 waren laut Robert Koch-Institut wahrscheinlich etwas mehr als zehn Prozent vollständig geimpft. Auf den Zeitraum seit der 5. Kalenderwoche bezogen sind es 1,6 Prozent.

Die aktuelle Zunahme an Patienten, die ungeimpft sind, erklärt sich durch die steigenden Fallzahlen und einen höheren Anteil vollständig geimpfter Menschen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die große Mehrheit der hospitalisierten COVID-19-Fälle in Deutschland ist ungeimpft.

Dazu Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter: „Wir erleben eine anwachsende Pandemie der Ungeimpften. Alle, die können, sollten sich ihren Schutz holen!“ Am höchsten ist der Anteil der Impfdurchbrüche in der Altersgruppe 60 Plus. Die wenigsten Impfdurchbrüche zählt das RKI in der Gruppe der 12-17-Jährigen. Das ist indes auch die Gruppe mit dem niedrigsten Zweitimpfungs-Anteil. „Insgesamt 30.880 wahrscheinliche Impfdurchbrüche wurden mit Meldedatum seit der 5. KW identifiziert“. Davon mussten nur 1.762 ins Krankenhaus eingeliefert werden.

„Ein wahrscheinlicher Impfdurchbruch ist definiert als SARS-CoV-2-Infektion (mit klinischer Symptomatik), die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde.“

Ungeimpfte

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