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DIVI koordiniert Versorgungsnetzwerk für intensivpflichtige Kinder aus der Ukraine

von Marzena Sicking

Mutter hält Kind mit Maske auf dem Arm
Foto: famveldman - adobe.stock.com

Die Flüchtlingszahlen aus dem ukrainischen Kriegsgebiet steigen rasant. Und dadurch vermutlich auch der Anteil an kranken, versorgungsbedürftigen Kindern, die in Deutschland eintreffen werden. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) versucht, den Zustrom zu koordinieren.

Kürzlich erst hat die Ukraine einen russischen Angriff auf eine Kinderklinik in der Hafenstadt Mariupol vermeldet. Um speziell den erwarteten zunehmenden Strom von intensivpflichtigen Kindern so gut wie möglich zu steuern, ist die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V., kurz DIVI, jetzt aktiv geworden.

„Wir haben eine Koordinierungsstelle eingerichtet, bei der Kinderintensiv-Anfragen ab sofort über eine zentrale E-Mail-Adresse eingehen und koordiniert innerhalb Deutschlands verteilt werden können“, erklärt PD Dr. Florian Hoffmann, Generalsekretär der DIVI.

Zusammen mit seinen Kollegen PD Dr. Martin Olivieri und Dr. Bernd Landsleitner von der DIVI-Sektion Pädiatrische Intensiv- und Notfallmedizin sowie Präsidiumsmitglied Prof. Dr. Sebastian Brenner rief er die Initiative ins Leben.

Über 50 Kinderintensivstationen machen mit

Bereits eine Woche zuvor wurden bundesweit Kinderintensivstationen angeschrieben, mit der Bitte, Ansprechpartner für Anfragen zu benennen. Über 50 Kinderintensivstationen machen bereits mit.

„Nur gemeinsam und über diese zentrale Koordination können wir eine optimale Verteilung und damit Versorgung der Kinder, welche dringend eine intensivmedizinische Behandlung benötigen, erreichen. Denn wir müssen damit rechnen, dass noch viele Kinder zu uns kommen werden, auch weil unsere Nachbarländer wie zum Beispiel Polen an ihre Belastungsgrenzen kommen“, so PD Dr. Hoffmann.

Die DIVI freut sich über alle kinderintensivmedizinischen Stationen in Deutschland, die sich bei dieser einmaligen Hilfsaktion beteiligen. „Wir laden alle Kollegen und Kolleginnen, die den Aufruf bisher noch nicht erhalten haben, ein, sich auch zu beteiligen. Nur gemeinsam wird diese Aufgabe zu bewältigen sein“, so Prof. Sebastian Brenner.

Intensivmedizinische Abteilungen, die sich gerne noch am Versorgungsnetzwerk beteiligen möchten, können sich bei Interesse ebenfalls an picu-ukraine@divi.de wenden.

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