Blutgefäße als Wächter gegen Hautkrebs: Förderung für Forschung von Dr. Lisa Becker
Marzena SickingDie Deutsche Forschungsgemeinschaft hat Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen in ihr Emmy Noether-Programm aufgenommen. Damit erhält Becker von August 2026 bis Juli 2032 rund 1,4 Millionen Euro als Unterstützung für ihr Forschungsprojekt.
Jun.-Prof. Dr. Lisa Becker forscht an der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essenzu schwarzem Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen allerdings nicht die Tumorzellen, sondern die Blutgefäße, die den Tumor versorgen. Die Professorin untersucht, wie die Zellen der Blutgefäßwand mit T-Zellen kommunizieren und dadurch deren Funktion im Tumor beeinflussen.
Definition T-Zellen
T-Zellen sind spezialisierte Abwehrzellen des Immunsystems, die Krebszellen erkennen und zerstören können. Wenn T-Zellen über die Blutgefäße nicht in den Tumor gelangen oder dort nicht ausreichend aktiviert werden, verliert auch die Immuntherapie an Wirksamkeit.
Stoffwechsel im Fokus der Forschung zu schwarzem Hautkrebs
Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit von Jun.-Prof. Dr. Becker und ihrem Team liegt nach Angaben der Universität auf dem Stoffwechsel der Zellen. Die Forschenden wollen entschlüsseln, wie Stoffwechselvorgänge das Zusammenspiel zwischen Tumor-, Blutgefäß- und Immunzellen steuern. Insbesondere soll geklärt werden, wie Blutgefäßzellen die Funktion von T-Zellen im Tumor beeinflussen.
Die Hoffnung der Forscher: Neue Erkenntnisse in diesen Bereichen könnten helfen, bislang unbekannte Angriffspunkte gegen Krebs zu finden und Immuntherapien gezielter weiterzuentwickeln. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen im Idealfall aber nicht nur Menschen mit schwarzem Hautkrebs zugutekommen. Die Forschenden werden auch prüfen, ob sich ihre Ergebnisse auf andere Krebsarten übertragen lassen. Zudem könnten sie die Entwicklung neuer Bildgebungsverfahren und weiterer Therapieansätze vorantreiben.
Neue Therapien interdisziplinär entwickeln
Wie die Universität weiter mitteilt, verbindet das Projekt die Expertise aus mehreren Fachgebieten. Jun.-Prof. Dr. Becker arbeitet mit weiteren Forscher:innen des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) und der Research Alliance Ruhr zusammen. Beteiligt sind unter anderem die Klinik für Kardiologie des UK Essen sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. in Dortmund.
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