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329 Millionen Euro für Hygienepersonal in Kliniken

von A&W Online

Schwestern und Pfleger schieben einen Patienten auf einer Trage durch einen Krankenhausflur
Foto: Syda Productions - fotolia.com

In den vergangenen Jahren sind insgesamt 329 Millionen Euro über ein Hygieneprogramm der Krankenkassen an Kliniken geflossen. Grundlage für diese zusätzlichen Gelder ist das noch bis 2023 laufende Hygienesonderprogramm. 

Die gesetzlichen Krankenkassen haben die Ausstattung von Kliniken mit Hygienepersonal im Zeitraum 2013 bis 2017 mit insgesamt rund 329 Millionen Euro finanziert, wie ein aktueller Bericht des GKV-Spitzenverbandes zeigt. Bis zum Ende des Hygienesonderprogramms werden die Krankenkassen ein Fördervolumen von über 460 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Das Hygieneprogramm soll die Beschäftigung von qualifiziertem Hygienefachpersonal fördern. Mit dem Geld sollen Krankenhäuser qualifiziertes Hygienepersonal einstellen, aber auch die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften und Ärzten in diesem Bereich sowie externe Beratungen bezahlen.

Anspruch auf Fördergelder aus dem Hygienesonderprogramm haben nur jene Krankenhäuser, die die verbindlichen personellen und organisatorischen Voraussetzungen zur Verhinderung nosokomialer Infektionen bisher noch nicht erfüllen. Von den rund 2.000 Krankenhäusern in Deutschland sind damit 1.516 anspruchsberechtigt. Bisher haben 1.319 von ihnen Fördergelder bei den Krankenkassen abgerufen.

Rund 231 Millionen Euro haben die Kliniken für die Einstellung neuer Hygienekräfte, für die interne Besetzung und für die Aufstockung von Teilzeitstellen erhalten. Damit entfallen etwa zwei Drittel der bisherigen Geldbeträge auf Vereinbarungen zur Beschäftigung von Hygienefachkräften, Krankenhaushygienikern und hygienebeauftragten Ärzten.

In die Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pflegekräfte und Ärzte sind rund 42 Millionen Euro geflossen. Weitere rund 20 Millionen Euro haben die Kliniken für die Beratung durch externe Krankenhaushygieniker und Fachärzte mit einer Spezialisierung im Bereich Infektiologie verwendet. Beträge in Höhe von etwa 37 Millionen Euro können bisher noch keiner konkreten Maßnahme zugeordnet werden. Die Feststellung erfolgt nachträglich bei der jeweiligen Jahresabschlussprüfung.

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