Uta Meyding-Lamadé mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
Marzena SickingDie Neurologin Uta Meyding-Lamadé ist in Wiesbaden mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Gewürdigt wurden ihr Engagement in Medizin, Forschung, Digitalisierung und internationaler Gesundheitsversorgung.
Auszeichnung für Engagement in Medizin und Gesundheitsversorgung
Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé ist Chefärztin der Klinik für Neurologie am Krankenhaus Nordwest in Frankfurt am Main. Wie sie im Rahmen der Preisverleihung sagte, hat sie in ihrem Berufsleben oft den Satz „Das geht doch nicht.“ gehört. Irgendwann hat sie beschlossen, ihn nicht mehr als Warnung, sondern als Einladung zu verstehen.
Meyding-Lamadé arbeitet als Neuroinfektiologin und engagiert sich zudem wissenschaftspolitisch. Über viele Jahre war sie in führenden Funktionen an der Arbeit der DGN beteiligt. Die Ehrung bezieht sich nach Angaben der Fachgesellschaft unter anderem auf ihren Einsatz für die neurologische Versorgung in Afrika und Südostasien.
Dabei setzt Meyding-Lamadé nach eigenen Angaben auf internationale Kooperationen und gegenseitigen Wissenstransfer. Sie verweist insbesondere auf pragmatische Ansätze in Ländern mit begrenzten Ressourcen, etwa in der Telemedizin und der digitalen Patientenversorgung.
Neurologin setzt auf Telemedizin und künstliche Intelligenz
In Deutschland engagiert sich Meyding-Lamadé seit Jahren für digitale Versorgungskonzepte in der Neurologie. Aktuell beschäftigt sie sich mit den Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in der Medizin. Ziel sei nicht, ärztliche Entscheidungen zu automatisieren, sondern Ärztinnen und Ärzte bei Bürokratie und Routineaufgaben zu entlasten.
Als Neuroinfektiologin befasst sie sich außerdem mit globalen Gesundheitsfragen. Nach ihrer Einschätzung verstärken Klimawandel, internationale Mobilität und neu auftretende Infektionskrankheiten die Bedeutung grenzüberschreitender Zusammenarbeit.
Weitere Schwerpunkte ihres Engagements sind die Förderung des medizinischen Nachwuchses und die Unterstützung von Frauen in Führungspositionen. Junge Ärztinnen und Ärzte ermutigt sie nach Angaben der DGN dazu, internationale Erfahrungen zu sammeln und berufliche Netzwerke aufzubauen.
Quelle:Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V., veröffentlicht über den Informationsdienst Wissenschaft (idw).