Checkliste: Mitarbeiterentwicklung und Fortbildung in der Hausarztpraxis
Marzena SickingMedizinische Fortschritte, neue Technologien und gesetzliche Anforderungen machen es notwendig, dass Hausärzte, Hausärztinnen und ihre Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand sind. Diese Checkliste unterstützt Praxisinhaber bei der Planung und Umsetzung von Fortbildungsmaßnahmen und bei der strategischen Entwicklung ihrer Mitarbeiter.
Bedarfsanalyse und Zielsetzung
Identifikation des Fortbildungsbedarfs auf Basis der Fachbereiche und individuellen Stärken und Schwächen im Team
Festlegung von Lernzielen und Kompetenzanforderungen, die durch Fortbildungen erreicht werden sollen (z.B. Hygienestandards, neue Behandlungsleitlinien, chronische Erkrankungen, Geriatrie, Palliativmedizin)
Planung eines Fortbildungsbudgets und Zuweisung je nach Dringlichkeit und Nutzen für die Praxis
Fortbildungsangebote und Schulungsformate
Recherche geeigneter Fortbildungsanbieter, z.B. Landesärztekammern, Kassenärztliche Vereinigungen, Fachgesellschaften (z.B. DEGAM) oder medizinische Akademien
Auswahl geeigneter Schulungsformate (Online-Kurse, Präsenzworkshops, Inhouse-Schulungen) entsprechend den Bedürfnissen und zeitlichen Möglichkeiten des Teams
Einbezug aktueller Themen wie Digitalisierung in der Allgemeinmedizin, Telemedizin, elektronische Patientenakte (ePA), Praxismanagement und Patientenkommunikation
Fortbildungsplan erstellen
Erstellung eines Jahresplans für die Fortbildungsmaßnahmen aller Mitarbeitenden und Festlegung regelmäßiger Schulungsintervalle
Dokumentation der geplanten Fortbildungen und Eintragen in einen gemeinsamen Kalender, um die Teilnahme zu koordinieren
Berücksichtigung der CME-Pflicht (Continuing Medical Education) und der gesetzlichen Fortbildungspflichten gemäß Berufsordnung für Ärzte und medizinisches Fachpersonal
Förderung individueller Entwicklungsziele
Gespräche mit den Mitarbeitern führen, um persönliche Entwicklungsziele und Fortbildungswünsche zu ermitteln
Förderung spezifischer Qualifikationen, die zur individuellen Karriereentwicklung beitragen und der Praxis nutzen (z.B. Spezialisierung zur VERAH, NäPa, chronische Wundversorgung, DMP-Schulungen)
Unterstützung von Mitarbeitern bei der Übernahme zusätzlicher Aufgaben, die ihre Kompetenzen erweitern (z.B. Praxismanagement, Qualitätskontrolle, Impfmanagement)
Finanzierung und Fortbildungszuschüsse
Prüfen von Zuschüssen oder Förderprogrammen der Ärztekammern, Kassenärztlichen Vereinigungen, Krankenkassen oder regionaler Fördermittel für Fortbildungen
Regelung zur Kostenübernahme für Fortbildungen im Arbeitsvertrag oder Mitarbeiterhandbuch festhalten
Eventuell vertragliche Vereinbarungen über Rückzahlungen bei vorzeitiger Kündigung treffen, falls hohe Fortbildungskosten übernommen wurden.
Dokumentation und Zertifizierung
Dokumentation aller absolvierten Fortbildungen und erhaltenen Zertifikate im Personalordner, um eine nachvollziehbare Fortbildungshistorie zu schaffen
Nutzung von Checklisten zur regelmäßigen Überprüfung der Fortbildungspflichten und Aktualität der Mitarbeiterzertifikate
Zertifizierte Schulungen priorisieren, um die Fachkompetenz nachweislich zu erweitern
CME-Punkte (bei Ärztinnen und Ärzten) dokumentieren und Fortbildungsnachweise für die Ärztekammer pflegen, Zertifiate der MFA sammeln und dokumentieren
Evaluation und Wissensweitergabe
Evaluation der Fortbildungen durch Mitarbeiterfeedback, um den Nutzen für die Praxis zu bewerten
Förderung der Wissensweitergabe im Team durch kurze Präsentationen oder Schulungen nach absolvierten Fortbildungen
Erfolgskontrollen durchführen, um den Lerntransfer in die Praxis zu überprüfen und Schwachstellen in der Umsetzung zu erkennen
Mitarbeitergespräche und Entwicklungsziele festlegen
Durchführung regelmäßiger Mitarbeitergespräche, um den Fortschritt bei den Entwicklungszielen und zukünftige Fortbildungsbedarfe zu besprechen
Individuelle Entwicklungsziele für das nächste Jahr festlegen und Fortbildungsmaßnahmen dementsprechend anpassen.
Anerkennung und Wertschätzung für erfolgreich abgeschlossene Fortbildungen zeigen, um die Motivation der Mitarbeitenden zu fördern.
Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Ärzte Zeitung.
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung einer KI verfasst und redaktionell überarbeitet.