Benchmark im Qualitätsmanagement
Marzena SickingBenchmark bezeichnet einen Vergleichsmaßstab im Qualitätsmanagement und Finanzwesen. Benchmarking hilft, Leistungen zu bewerten und Verbesserungspotenziale zu erkennen.
Der Begriff Benchmark bezeichnet einen Vergleichsmaßstab, anhand dessen Leistungen, Prozesse, Kosten, Qualität oder Ergebnisse bewertet werden können. Im Qualitätsmanagement (QM) dient Benchmarking dazu, die eigene Organisation mit anderen vergleichbaren Organisationen zu vergleichen, um Verbesserungspotenziale zu erkennen und von erfolgreichen Lösungen zu lernen.
Verglichen werden beispielsweise Kennzahlen, Dienstleistungen, Arbeitsabläufe, Qualitätsstandards, Kostenstrukturen oder die Zufriedenheit von Kunden beziehungsweise Patienten. Ziel ist es, Unterschiede zu analysieren, deren Ursachen zu verstehen und bewährte Verfahren („Best Practices“) für die eigene Organisation nutzbar zu machen.
Man unterscheidet verschiedene Formen des Benchmarkings. Beim wettbewerbsorientierten Benchmarking erfolgt der Vergleich mit direkten Wettbewerbern. Das funktionale Benchmarking geht darüber hinaus und bezieht auch Unternehmen oder Organisationen anderer Branchen ein. So können Arztpraxen beispielsweise Anregungen für den Empfangsbereich, die Terminorganisation oder den Telefonservice aus erfolgreichen Konzepten der Hotellerie oder anderer Dienstleistungsbranchen übernehmen.
Im Finanzbereich bezeichnet eine Benchmark zudem einen Referenzindex, etwa den DAX oder den MSCI World, an dem die Wertentwicklung eines Fonds oder einer Anlagestrategie gemessen wird.