Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
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GOÄ-Direkt: Was hat Sie dazu gebracht, sich nach einer Alternative zur Verrechnungsstelle umzusehen?

Dr. med. JP. Albersmeier: Ich habe die Praxis von meinem Vater übernommen und im ersten Jahr zunächst auch das bestehende Abrechnungsverfahren einfach weitergeführt. Was mich von Anfang an gestört hat, war die fehlende Transparenz, sowohl für mich als auch für meine Patienten. Die Kommunikation zwischen der PVS und den Patienten war für mich nicht einsehbar, die Erreichbarkeit der PVS für Rückfragen schlecht. Das Ergebnis war, dass sich Patienten mit ihren Fragen regelmäßig direkt bei mir gemeldet haben. Ich habe im Grunde einen Service bezahlt und musste mich trotzdem selbst darum kümmern.
Den entscheidenden Anstoß haben aber die Kosten gegeben. Irgendwann habe ich alle abgeflossenen Beträge eines Jahres zusammengezählt: Provision, Servicepauschalen, Mindestgebühren, Mehrwertsteuer, und durch meinen Privatumsatz geteilt. Der effektive Prozentsatz lag bei 1,42 Prozent des Rechnungsumsatzes, und meine Ersparnis im Vergleich zur PVS liegt heute im fünfstelligen Bereich. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich für etwas zahle, das mir in dieser Form schlicht keinen ausreichenden Gegenwert bringt.

GOÄ-Direkt: Warum hinterfragen so wenige Praxen diesen Posten?

Dr. Albersmeier: Weil ein Prozentsatz im Vertrag abstrakt bleibt. Pro einzelner Rechnung sieht man die Provision kaum. Erst wenn man Privatumsatz mal Provision rechnet, bekommt man den Eurobetrag, und den hat man im Praxisalltag selten vor Augen.

GOÄ-Direkt: Und ist der vertraglich vereinbarte Prozentsatz die ganze Wahrheit?

Dr. Albersmeier: Nein, das war für mich der entscheidende Punkt. Im Vertrag stand ein bestimmter Prozentsatz, aber als ich mir die Monatsabrechnungen über ein ganzes Jahr angeschaut habe, kam deutlich mehr heraus. Servicepauschalen für Druck und Porto, Mindestgebühren bei kleinen Rechnungen, Mehrwertsteuer - das summiert sich. Bei mir lagen die tatsächlich abgeflossenen Kosten bei 1,42 Prozent des Rechnungsumsatzes. Den vollen Betrag habe ich erst gesehen, als ich alle Posten eines Jahres zusammengezählt und durch den Privatumsatz geteilt habe.

GOÄ-Direkt: Was hat Sie dann zum Wechsel auf GOÄ-Direkt bewogen?

Dr. Albersmeier: Vor allem die Planbarkeit. Eine feste monatliche Pauschale, keine Überraschungen je nach Rechnungsvolumen oder -größe. Meine Ersparnis im Vergleich zur PVS liegt im fünfstelligen Bereich. Das ist eine Zahl, die im Praxisalltag einen Unterschied macht.

GOÄ-Direkt: Wie aufwendig war der Wechsel?

Dr. Albersmeier: Ich hatte das auch länger vor mir hergeschoben, weil ich mir den Aufwand größer vorgestellt hatte. Der Import der Stammdaten war schnell erledigt, offene Forderungen liefen im alten System aus, neue Rechnungen kamen ab da über GOÄ-Direkt. Es gab eine Eingewöhnungsphase, das stimmt - die Software tickt anders als das, was wir vorher hatten. Insgesamt ist sie aber übersichtlicher und transparenter, und das Onboarding-Team war gut erreichbar. Nach wenigen Tagen lief alles rund.

GOÄ-Direkt: Was hat sich im Alltag verändert?

Dr. Albersmeier: Wir sehen jeden Rechnungsstatus direkt: versendet, bezahlt, überfällig. Das war vorher eine Blackbox. Wenn ein Patient anruft, haben wir in Sekunden den aktuellen Stand vor uns. Der Klärungsaufwand ist kleiner geworden, nicht größer.

GOÄ-Direkt: Was würden Sie anderen Praxen raten?

Dr. Albersmeier: Den eigenen effektiven Prozentsatz einmal ausrechnen: alle abgeflossenen Beträge an die Verrechnungsstelle aus zwölf Monaten zusammenzählen, geteilt durch den Privatumsatz im gleichen Zeitraum. Wenn die Zahl überrascht, lohnt sich ein genauerer Blick und ein Gespräch mit dem GOÄ-Direkt-Team, um einen Wechsel zu prüfen.

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GOÄ-Direkt

© Tim Deiters

Tim Deiters

tim@goae-direkt.de

Tel. +49 151 61111871

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Quelle:

GOÄ-Direkt