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Eierstockkrebs gilt als „stumme“ Erkrankung: Im frühen Stadium verursacht er häufig keine oder nur unspezifische Beschwerden – mit der Folge, dass er oft erst spät erkannt wird. Eine aktuelle Online-Befragung, die im Auftrag von Astra Zeneca durchgeführt wurde und bei der insgesamt 1.500 Frauen ab 45 Jahren interviewt wurden, zeigt nun: Zwar ist der Begriff Eierstockkrebs den meisten Frauen in Deutschland bekannt, doch Wissen über typische Symptome, Risikofaktoren und richtige Reaktionen im Beschwerdefall fehlt vielfach.

Eierstockkrebs: Häufig unterschätzt – oft erst spät erkannt

Dabei gehört Eierstockkrebs zu den gefährlichsten gynäkologischen Krebserkrankungen. In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 7.000 Frauen an einem Ovarialkarzinom. Heimtückisch ist vor allem, dass im Frühstadium häufig keine eindeutigen Anzeichen auftreten.

Typische – aber unspezifische – Beschwerden können sein:

  • anhaltende Bauch- bzw. abdominelle Schmerzen

  • Verdauungsprobleme

  • Völlegefühl

  • häufiges Wasserlassen

Viele dieser Symptome werden von Betroffenen im Alltag leicht als „harmlos“ abgetan – etwa als Magen-Darm-Infekt, Blasenreizungen oder Stressfolge. Deshalb fordern Experten mehr und bessere Aufklärung in gynäkologischen Praxen.

Umfrage: Viele Frauen kennen keine typischen Symptome

Die von der GIM – Gesellschaft für Innovative Marktforschung mbH – durchgeführte Online-Befragung unter 1.500 Frauen ab 45 Jahren zeigt auf jeden Fall deutliche Lücken im Wissen über Eierstockkrebs:

  • 86 % der befragten Frauen haben schon von Eierstockkrebs gehört.

  • Nur 16 % geben jedoch an, sich gut informiert zu fühlen.

  • In einer offenen Frage konnten 64 % der Frauen kein typisches Symptom spontan nennen („weiß ich nicht“).

  • Bei Beschwerden würden 27 % zunächst abwarten, ob es von selbst besser wird.

Gleichzeitig wird klar, wo Informationsangebote ansetzen sollten: 79 % der Frauen wünschen sich Aufklärung direkt in der Arztpraxis.

Expertin mahnt: Unspezifische Beschwerden ernst nehmen

Für Prof. Dr. Beyhan Ataseven, Gynäkologin und Direktorin der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Bielefeld am Klinikum Lippe/Detmold, zeigen die Ergebnisse einen dringenden Handlungsbedarf: „Die Studienergebnisse verdeutlichen, dass wir Frauen nicht nur den Begriff Eierstockkrebs näherbringen müssen, sondern ihnen auch konkretes Wissen zur Erkrankung an die Hand geben sollten. Aufklärung bedeutet nicht, Angst zu machen – sondern Orientierung zu geben. Welche Beschwerden sollte man ernst nehmen, wenn sie anhalten oder neu auftreten? Und wann ist es sinnvoll, sie abklären zu lassen – einfach zur Sicherheit.“

Die Botschaft: Wer über längere Zeit unter Beschwerden wie ungeklärten Bauchschmerzen, Völlegefühl oder veränderten Verdauungsgewohnheiten leidet, sollte diese ärztlich abklären lassen – insbesondere, wenn sie neu auftreten oder zunehmen.

Informationen & Hilfestellungen für Patientinnen

Verlässliche und verständliche Informationen rund um Eierstockkrebs - u. a. zu möglichen Warnzeichen, Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Unterstützungsangeboten - finden Interessierte beispielsweise auf: www.wegweiser-eierstockkrebs.de.

Quelle:

Astra Zeneca