Gesundheitswesen wächst: 6,2 Millionen Beschäftigte – deutlicher Anstieg in der Pflege
Marzena SickingDie Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen steigt wieder spürbar an. Nachdem das Personalwachstum in den Jahren nach der Corona-Pandemie deutlich abgeflacht war, verzeichnete der Sektor 2024 erstmals wieder ein Plus. Auch in der ambulanten Versorgung legte das Personal zu – wenn auch deutlich verhaltener als in der Pflege.
Zum 31. Dezember 2024 arbeiteten rund 6,2 Millionen Menschen im deutschen Gesundheitswesen. Das entspricht einem Plus von 102.000 Personen oder 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, verzeichnet die Branche damit nach zwei Jahren mit nur minimalem Wachstum erstmals wieder einen spürbaren Personalzuwachs. Die Zahl der Vollzeitäquivalente stieg ebenfalls an – um 1,4 % auf gut 4,4 Millionen.
(Teil-)stationäre Einrichtungen treiben das Wachstum
Besonders deutlich legten Krankenhäuser, Reha‑Kliniken und stationäre Pflegeeinrichtungen zu. Insgesamt wuchs der stationäre Bereich um 64.000 Beschäftigte (+3,0 %).
Krankenhäuser: +38.000 Personen (+2,9 %)
Reha- und Vorsorgeeinrichtungen: +5.000 Personen (+4,2 %)
(Teil-)stationäre Pflege: +21.000 Personen (+2,8 %)
Ambulante Versorgung: Leichtes Plus, stagnierende Apotheken
Im ambulanten Bereich stieg die Beschäftigtenzahl um 32.000 Personen (+1,3 %). Wachstumstreiber waren vor allem die ambulante Pflege (+2,6 %) sowie Physiotherapie, Ergotherapie und andere Gesundheitsfachberufe (+2,4 %). In Arzt- und Zahnarztpraxen fiel das Plus moderat aus (+0,5 % bzw. +1,0 %).Unverändert blieb die Lage dagegen im Apothekenbereich und im medizinischen Einzelhandel.
Pflegehelferinnen und -helfer wachsen deutlich stärker
Ein zentrales Detail: Die Zuwachsrate bei Pflegehelferinnen und Pflegehelfern lag mit +5,2 % deutlich über jener der examinierten Pflegekräfte (+2,6 %). Absolut bedeutet das:
Pflegehelfer/-innen: +24.000 auf 485.000 Personen
Examinierte Pflegekräfte: +25.000 auf rund 1 Million
Der Trend der vergangenen zehn Jahre, stärkere Dynamik bei Hilfskräften, setzt sich damit fort.
Quellen:GENESIS-Online
www.gbe-bund.de
Destatis