Naturkatastrophen

Starkregen in Deutschland: Wuppertal ist besonders gefährdet

Die derzeit stark von Überschwemmungen getroffene Stadt Wuppertal hat aufgrund ihrer geografischen Lage bundesweit die meisten Gebäude, die bei unwetterartigem Regen hoch gefährdet sind. Doch sie ist nicht die einzige Stadt mit hohem Gefährdungspotential.

Nach dem stundenlangen Starkregen der letzten Tage wurden aus kleinen Flüssen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz reißende Wassermassen. Der wirtschaftliche Schaden des Unwetters lässt sich noch nicht genau beziffern. Da eine ganze Reihe von Straßen und Brücken und auch Bahnlinien betroffen waren und zudem viele Häuser und Handwerksbetriebe zerstört wurden, dürften auch die wirtschaftlichen Auswirkungen massiv sein.

Starkregen: Erhöhte Gefahr für diese StädteDie Statista-Grafik auf Basis von Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt, welche der 50 einwohnerstärksten Städte in Deutschland besonders gefährdet sind, von Starkregen getroffen zu werden. Ganz oben auf der Liste: Wuppertal. Hier steht nahezu jedes siebte Haus in einem Tal oder in der Nähe eines kleineren Gewässers und ist deshalb in die höchste Starkregengefährdungsklasse 3 eingeordnet.

Je tiefer ein Gebäude liegt, desto gefährlicher

Die Ermittlung der drei Starkregengefährdungsklassen bei Unwettern ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts Starkregen, das der GDV gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Ingenieurbüro IAWG durchgeführt hat. Dabei gilt: Je tiefer ein Gebäude liegt, je länger das Wasser darin steht, desto höher ist der Schaden. In die höchste Starkregengefährdungsklasse 3 fallen daher Gebäude, die in einem Tal liegen oder in der Nähe eines Bachs stehen.

Deutschland muss sich auf Wetterextreme einstellen

„Deutschland muss sich auf mehr Wetterextreme wie Starkregen einstellen“, heißt es auf der Webseite des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Wie oft extreme Regenereignisse in Deutschland vorkommen, zeigt die zweite Grafik.  Ein klarer Trend zu häufigeren Überschwemmungen ist hier noch nicht herauszulesen. Nachgewiesen ist aber laut GDV, das die Regenmenge steigt. Belief sich die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 1881 und 2019 auf durchschnittlich 770,5 Millimeter waren es 1991 bis 2019 792,9 Millimeter. Indes macht es bei Regen nicht alleine die Menge, wie die aktuelle Dürre in Deutschland zeigt. Das kostbare Nass muss auch zur richtigen Zeit vom Himmel kommen.

Starkregen

 

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