Patienten zur Studienteilnahme über SafeVac-App aufgerufen

COVID-19-Schutzimpfungen: Verdacht auf Nebenwirkungen über SafeVac-App melden

Vor dem Hintergrund der Wiederaufnahme der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von AstraZeneca sind Ärzte dazu aufgerufen, Verdachtsfälle von Nebenwirkungen im Zusammenhang mit allen COVID-19-Impfstoffen zu melden. Geimpfte Patienten können dafür die „SafeVac“-App des Paul-Ehrlich-Institutes nutzen.

Mit der „SafeVac“- Smartphone-App führt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine Beobachtungsstudie zur Verträglichkeit aller COVID-19-Impfstoffe durch. Mit Hilfe der App werden die geimpften Personen zu festgelegten Zeitpunkten nach jeder COVID-19-Impfung zu ihrem Gesundheitszustand befragt.

Nebenwirkungen schneller erkennen

Die Befragung ermöglicht es dem PEI nicht nur, die Häufigkeit, Schwere und die Dauer von unerwünschten Reaktionen, sondern auch den Anteil der Geimpften zu ermitteln, die die Impfung gut vertragen haben. Die Teilnahme ist freiwillig und muss bis 48 Stunden nach der ersten oder zweiten Impfung registriert werden. Die „SafeVac“-App ist in den App-Stores und über QR-Codes auf den Aufklärungsbögen für die Impfungen abrufbar.

„Je mehr Menschen teilnehmen, desto präziser und schneller können potentielle Nebenwirkungen erkannt und beurteilt werden. Ich werbe daher dafür, dass möglichst viele geimpfte Personen die App nutzen“, erklärt die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Claudia Schmidtke.

Online-Meldesystem nutzen

Verdachtsfälle von Nebenwirkungen sollten grundsätzlich sowohl der behandelnden Ärztin bzw. dem Arzt als auch dem PEI gemeldet werden. Personen, die nicht an der Befragung mittels „SafeVac“-App teilnehmen möchten, können auch über das Online-Meldesystem www.nebenwirkungen.bund.de Impfnebenwirkungen melden. Dies ist über ein Meldeformular für die betroffene Person selbst oder auch im Namen eines Angehörigen möglich.

„Die Diskussionen der vergangenen Tage zeigen jedoch deutlich, wie wichtig es ist, die Verträglichkeit von Impfstoffen auch nach der Zulassung weiter genau zu überwachen und auszuwerten. Wer einen Verdacht auf eine Nebenwirkung nach einer COVID-19-Schutzimpfung hat, sollte diesen daher unbedingt melden“, so Schmidtke.

 

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