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Viele Praxen stehen deshalb vor der Frage, ob sich der Aufwand für die Einführung digitaler Lösungen lohnt, wie sie sich nahtlos einbinden lassen und das möglichst ohne die bestehenden Abläufe grundlegend umzustellen. Dabei lässt sich aber sagen, dass eine digitale Praxisorganisation kein aufwendiges Großprojekt sein muss.

Warum fällt Arztpraxen der Einstieg in die Digitalisierung schwer?

Einer der größten Hindernisse bei der Digitalisierung ist die fehlende Zeit. Der Alltag einer Praxis ist vollgepackt mit Terminen, Patient:innen und Verwaltung. Dabei bleibt oft keine Zeit, sich mit neuen Techniken auseinanderzusetzen. Das bestätigt auch der Praxiskompass 2026 des PKV-Instituts. Dabei nennen jeweils 47 Prozent der befragten Praxen Zeitmangel als Hindernis bei der Digitalisierung.

Hinzu kommen technische und organisatorische Bedenken. Die Einführung neuer Software ist häufig mit Kosten und technischen Herausforderungen verbunden. Gleichzeitig besteht die Sorge, dass bestehende Arbeitsabläufe beeinträchtigt werden und es zu Störungen im Praxisbetrieb kommt. Auch die Schulung der Mitarbeiter erfordert Zeit, da sie sich mit der neuen Software vertraut machen und an veränderte Abläufe gewöhnen müssen. Gerade im ohnehin stark ausgelasteten Praxisalltag kann dieser zusätzliche Aufwand abschreckend wirken. So wird die Digitalisierung trotz ihrer langfristigen Vorteile häufig aufgeschoben oder vernachlässigt.

Digitalisierung als Belastung 

Die Sorge vor zusätzlichem Aufwand ist nicht unbegründet. Schließlich lässt sich der laufende Praxisbetrieb für die Einführung neuer digitaler Lösungen nicht einfach stoppen. Während sich das Praxisteam mit neuen Systemen vertraut macht, müssen Patient:innen weiterhin versorgt, Termine koordiniert und Verwaltungsaufgaben erledigt werden. Hinzu kommt, dass digitale Lösungen allein nicht direkt zu einer erfolgreichen Digitalisierung führen. Fehlen Schnittstellen oder sind Abläufe nicht klar definiert, entsteht zusätzlicher Aufwand statt der gewünschten Entlastung. Auch technische Probleme können den Praxisalltag erschweren.

Wie relevant diese Probleme sind, zeigt das PraxisBarometer Digitalisierung 2025 der kassenärztlichen Bundesvereinigung. Mehr als die Hälfte der befragten Praxen berichtet von täglichen oder wöchentlichen Störungen der Telematikinfrastruktur.

Entscheidend ist also nicht, dass möglichst viele digitale Lösungen eingeführt werden, sondern vor allem wie einfach und unkompliziert diese in die Abläufe der Praxis integriert werden können.

Wie gelingt der Einstieg in die digitale Praxisorganisation schneller?

Damit digitale Lösungen tatsächlich für Entlastung sorgen, kommt es vor allem auf eine unkomplizierte Einführung an. Statt sämtliche Prozesse gleichzeitig umzustellen, empfiehlt es sich, die Digitalisierung schrittweise anzugehen. Ein guter Startpunkt sind Bereiche, in denen es oft zu wiederkehrenden Verwaltungs- und Organisationsaufgaben kommt.

Auch die Technik spielt eine entscheidende Rolle. Browserbasierte Lösungen bieten hier Vorteile, da sie häufig ohne zusätzliche Softwareinstallationen auskommen. Zusätzlichen lassen sie sich meist mit weniger Aufwand integrieren. Ebenso wichtig ist, dass sich neue Lösungen möglichst nahtlos in bestehende Praxisstrukturen integrieren lassen. Der Praxisalltag muss so nicht vollständig verändert und vorhandene Systeme nicht zwangsläufig ersetzt werden.

Dazu ist es sehr wichtig, das gesamte Praxisteam frühzeitig in die Umstellung miteinzubeziehen. Eine intuitive Bedienung, klare Zuständigkeiten und verständliche Einweisungen erleichtern den Umgang mit neuen Anwendungen. So kann die Digitalisierung Schritt für Schritt in den laufenden Praxisbetrieb integriert werden, ohne diesen grundlegend umzustellen.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele Prozesse auf einmal zu digitalisieren, sondern dort anzusetzen, wo sich mit wenig Aufwand eine nachhaltige Entlastung erreichen lässt.

Patientenkommunikation als Einstieg in die digitale Praxisorganisation

Ein guter Punkt für den Start der Digitalisierung ist die Patientenkommunikation. Hier entstehen häufig wiederkehrende Abläufe wie Terminanfragen, Rezeptwünsche, Überweisungen und mehr. Diese werden häufig über das Telefon angefragt, was zur Unterbrechung wichtiger Aufgaben führt.

Digitale Lösungen können hier ansetzen, ohne dass der gesamte Praxisablauf umgestellt werden muss. Digitalisiert man die Patientenkommunikation lassen sich Anliegen unabhängig von den telefonischen Sprechzeiten übermitteln und zentral erfassen. Das Praxisteam erhält dadurch einen strukturierten Überblick über eingehende Anfragen und kann diese gezielt bearbeiten. Automatisierte Abläufe können zusätzlich dabei helfen, wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu vereinfachen.

Wie unkompliziert dieser Einstieg sein kann, zeigt beispielsweise DocMedico. Die browserbasierte Online-Rezeption lässt sich ohne zusätzliche Softwareinstallation in die bestehende Praxiswebsite integrieren. Ein Wechsel des Praxisverwaltungssystems ist dafür nicht erforderlich. Die technische Einbindung lässt sich individuell an die Anforderungen und bestehenden Strukturen der jeweiligen Praxis anpassen. Patientenanfragen werden anschließend zentral gebündelt und strukturiert bearbeitet. Ergänzend kann der KI-Telefonassistent eingehende Anrufe entgegennehmen und Patientenanliegen erfassen. So werden wiederkehrende Aufgaben vereinfacht und Mitarbeitende entlastet, ohne bestehende Praxisabläufe grundlegend verändern zu müssen.

Gerade solche Lösungen zeigen, dass digitale Praxisorganisation nicht gleich einen hohen Mehraufwand bedeuten muss. Bereits die gezielte Digitalisierung einzelner Prozesse kann dazu beitragen, den Praxisalltag effizienter zu gestalten.

Fazit

Der Einstieg in die digitale Praxisorganisation scheitert häufig nicht am fehlenden Interesse, sondern an begrenzten zeitlichen Ressourcen und der Sorge vor zusätzlichem Aufwand. Dabei muss Digitalisierung weder kompliziert noch mit einer umfassenden Umstellung verbunden sein. Entscheidend sind Lösungen, die bestehende Abläufe sinnvoll ergänzen und sich unkompliziert einführen lassen. Sinnvoll ist es, zunächst einzelne Bereiche wie die Patientenkommunikation zu digitalisieren. DocMedico zeigt, wie sich dies schnell und ohne grundlegende Veränderungen der Praxisabläufe umsetzen lässt.

Quellen:

[1] PKV Institut: Praxiskompass 2026 zu Digitalisierung und KI: Was in Arzt- und Zahnarztpraxen wirklich Entlastung bringt

[2] KBV: PraxisBarometer 2025: Niedergelassene bleiben Vorreiter in Sachen Digitalisierung

[3] Zi: Unzufriedenheit mit Praxissoftware nach wie vor weit verbreitet // Hohe Fehleranfälligkeit starker Belastungsfaktor im Behandlungsalltag // „Zi-Monitoring wichtige Entscheidungshilfe bei potenziellem PVS-Wechsel“

[4] DocMedico: Integration

Dominique Marcinowski, Docmedico

Dominique Marcinowski

Dominique Marcinowski ist Teamlead Sales bei Docmedico. Weitere Informationen und Terminvereinbarung finden Sie unter https://demodesk.com/book/dominique-marcinowski/product-demo.

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