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FAQ & Glossar
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Was ist schwarzer Hautkrebs?

Schwarzer Hautkrebs, medizinisch malignes Melanom, ist ein bösartiger Tumor, der aus pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) entsteht. Meist betrifft er die Haut. Seltener kann ein Melanom auch an Schleimhäuten, im Auge oder unter Finger- und Fußnägeln auftreten. Anders als der umgangssprachliche Name vermuten lässt, muss ein Melanom nicht schwarz oder dunkel gefärbt sein: Es gibt auch wenig pigmentierte oder nahezu hautfarbene Varianten.

Ein Melanom kann sich aus einem bestehenden Pigmentmal entwickeln, entsteht aber häufig als neue Hautveränderung. Es kann grundsätzlich an verschiedenen Körperstellen auftreten. UV-Strahlung, wiederholte Sonnenbrände, eine hohe Zahl von Pigmentmalen sowie eine persönliche oder familiäre Melanomerkrankung können das Risiko erhöhen.

Ursachen von schwarzem Hautkrebs

UV-Strahlung und Sonnenexposition

Die Hauptursache für schwarzen Hautkrebs ist die langfristige Einwirkung von ultravioletter (UV) Strahlung auf die Haut. Dies kann durch übermäßige Sonnenexposition oder den Gebrauch von Sonnenbänken und Solarien erfolgen. Die UV-Strahlung verursacht Schäden in den Zellen der Haut, die zu genetischen Mutationen führen können. Diese Mutationen können dann zu unkontrolliertem Zellwachstum und der Bildung von malignen Melanomen führen.

Genetische Veranlagung

Eine genetische Veranlagung spielt ebenfalls eine Rolle bei der Entstehung von schwarzem Hautkrebs. Personen mit einer Familiengeschichte von Melanomen haben ein erhöhtes Risiko, selbst an schwarzen Hautkrebs zu erkranken. Bestimmte genetische Mutationen, wie zum Beispiel Veränderungen im BRAF-Gen, können das Risiko für die Entwicklung von schwarzen Hautkrebs erhöhen.

Hauttyp und Pigmentierung

Menschen mit heller Haut, blonden oder roten Haaren und blauen oder grünen Augen haben ein höheres Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Dies liegt daran, dass sie weniger natürlichen Schutz vor UV-Strahlung haben. Dunklere Hauttypen haben mehr Melanin, das die Haut vor den schädlichen Auswirkungen der UV-Strahlung schützt.

Risikofaktoren für schwarzen Hautkrebs

Sonnenexposition ohne Schutz

Langfristige Sonnenexposition ohne angemessenen Schutz wie Sonnencreme, Hüte oder Schutzkleidung erhöht das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Insbesondere wiederholte Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko.

Vorherige Melanomdiagnose

Wenn eine Person bereits ein Melanom hatte, besteht ein erhöhtes Risiko, erneut an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind in solchen Fällen besonders wichtig, um frühzeitig eventuelle Veränderungen der Haut zu erkennen.

Welche Anzeichen können auf schwarzen Hautkrebs hinweisen?

Frühe Melanome verursachen häufig keine Schmerzen. Deshalb sollte eine auffällige Hautveränderung nicht erst dann abgeklärt werden, wenn sie juckt, blutet oder nässt. Für die erste Orientierung kann die ABCDE-Regel helfen:

  • A – Asymmetrie: Das Pigmentmal ist unregelmäßig geformt.

  • B – Begrenzung: Der Rand ist unscharf, ausgefranst oder unregelmäßig.

  • C – Colour (Farbe): Ein Fleck zeigt unterschiedliche Farbtöne oder verändert seine Farbe.

  • D – Durchmesser: Ein größerer Durchmesser kann verdächtig sein; die Größe allein schließt ein Melanom jedoch weder ein noch aus.

  • E – Entwicklung: Ein Pigmentmal verändert sich, wächst oder fällt im Vergleich zu den übrigen Flecken auf.

Auch das sogenannte „Ugly-Duckling“-Zeichen ist hilfreich: Ein Mal, das deutlich anders aussieht als die übrigen Pigmentmale einer Person, sollte genauer beurteilt werden. Die ABCDE-Regel ist eine Orientierung, ersetzt aber weder die ärztliche Untersuchung noch eine histologische Diagnose. Melanome können außerdem ohne erkennbare ABCDE-Merkmale auftreten.

Wie wird ein Melanom diagnostiziert?

Bei einem auffälligen Pigmentmal folgen zunächst die klinische Untersuchung und in der Regel die Beurteilung mit einem Dermatoskop. Besteht ein Melanomverdacht, wird die Hautveränderung zur feingeweblichen Untersuchung entnommen. Die Diagnose wird histologisch gesichert. Für die weitere Einordnung sind unter anderem Tumordicke (Breslow-Dicke), Ulzeration und gegebenenfalls weitere Befunde entscheidend. Sie beeinflussen die Stadieneinteilung und die Planung der Behandlung.

Wie wird schwarzer Hautkrebs behandelt?

Die wichtigste Behandlung eines lokal begrenzten Melanoms ist die vollständige operative Entfernung. Abhängig von Tumordicke und Stadium können weitere Eingriffe oder Untersuchungen hinzukommen, zum Beispiel eine Wächterlymphknoten-Biopsie. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommen – je nach Tumormerkmalen und individueller Situation – unter anderem Immuntherapien oder zielgerichtete Therapien infrage. Behandlung und Nachsorge richten sich nach dem Stadium und den aktuellen Empfehlungen der onkologischen Leitlinie.

Welche Rolle spielt das Hautkrebsscreening?

Gesetzlich Versicherte haben in Deutschland ab dem Alter von 35 Jahren grundsätzlich alle zwei Jahre Anspruch auf ein Hautkrebsscreening. Es wird von Dermatologinnen und Dermatologen sowie von entsprechend qualifizierten Hausärztinnen und Hausärzten angeboten. Das Screening dient der Früherkennung und ist keine Untersuchung zur Abklärung eines bereits bestehenden Verdachts.

Für die Praxis: Berichtet ein Patient über ein neu aufgetretenes oder deutlich verändertes Pigmentmal, sollte die Abklärung nicht bis zum nächsten regulären Screening-Termin aufgeschoben werden. Je nach Befund erfolgt die zeitnahe dermatologische Abklärung. Das gilt auch bei Veränderungen an schwer einsehbaren Stellen wie Kopfhaut, Fußsohlen und Nägeln. Ein unauffälliges Screening schließt ein später entstehendes Melanom nicht aus.

Quellen:

Krebsinformationsdienst des DKFZ

Leitlinienprogramm Onkologie: S3-Leitlinie Melanom

Gemeinsamer Bundesausschuss: Krebsfrüherkennungs-Richtlinie