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Mitarbeiter im Gesundheitswesen leiden besonders oft unter Kopfschmerzen

von Marzena Sicking

Frau mit Kopfschmerzen
Foto: Drobot Dean - stock.adobe.com

Bei der Krankheitslast in der Bevölkerung gibt es nicht nur regionale Unterschiede, sondern auch deutliche Tendenzen bei den Berufsgruppen. Das belegt der neue Morbiditäts- und Sozialatlas des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg).

Die Hamburgerinnen und Hamburger sind demnach die gesündesten Bürger Deutschlands, gefolgt von den Einwohnern Baden-Württembergs und Bremens. Thüringen bildet im Gesundheitsranking das Schlusslicht, so die Zusammenfassung des Reports.

Weniger Herzkranke in Bremen, Hamburg und Süddeutschland

Dem Morbiditäts- und Sozialatlas zufolge gibt es aber nicht nur bei der Krankheitslast insgesamt deutliche regionale Unterschiede, sondern auch bei einzelnen Erkrankungen. So liegt der Anteil der Herzkranken in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt um bis zu 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In diesen drei Bundesländern hatten im Jahr 2020 zwischen 357 und 362 von 1.000 Einwohnern Herzerkrankungen. Die gesündesten Herzen hatten die Hamburger, Bremer und Baden-Württemberger mit 195 bis 219 Betroffenen je 1.000 Einwohner.

Deutliche regionale Unterschiede zeigt der Atlas auch bei Migräne oder Kopfschmerzen auf. Demnach hatten in Bremen 30, in Hamburg 31 und in Thüringen 38 je 1.000 Einwohner Migräne beziehungsweise Kopfschmerzen. Bei Betrachtung der einzelnen Landkreise in ganz Deutschland reichte die Spanne sogar von 25 bis 57 Betroffenen je 1.000 Einwohnern und zwar in den Kreisen Lörrach und Hildburghausen.

Unterschiedlich hohe Krankheitslast je nach Berufsgruppe

Die Untersuchung zeigt außerdem einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Krankheitslast und bestimmten Berufsgruppen. Demnach gibt es in keiner anderen Branche einen größeren Anteil an Menschen mit Kopfschmerzen oder Migräne als im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Jahr 2020 waren deswegen 66 von 1.000 Einwohnern in ärztlicher Behandlung.

„Der Morbiditäts- und Sozialatlas verdeutlicht, wie stark die Krankheitslast in einzelnen Berufsgruppen ist. Auf Basis dieser Daten kann zum Beispiel der Bereich Prävention weiter gestärkt werden. Das gilt insbesondere für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Hier sind passgenaue Angebote für Unternehmen unerlässlich, damit deren Belegschaft möglichst gesund bleibt“, sagte Straub.

Weitere Informationen zum Morbiditäts- und Sozialatlas: https://www.bifg.de/atlas.

 

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