Girokonto

Girokonto für die Arztpraxis: So finden Sie das beste

Welches Girokonto für wen am günstigsten ist, hängt von überaus vielen Kriterien ab – etwa von der durchschnittlichen Höhe des monatlichen Geldeingangs, des durchschnittlichen Kontostands und von der Anzahl der Zu- und Abbuchungen. Für Bankkunden, das wissen Experten, zahlen sich der Vergleich und als Folge davon ein eventueller Kontowechsel fast immer aus. „Ein paar Hundert Euro jährlich sind schnell drin“, sagt Helga Springeneer vom Verbraucherzentrale Bundesverband.

Trotzdem nehmen viele Girokontoinhaber – meist aus Gewohnheit – hohe Kontoführungs- und Transaktionsgebühren in Kauf. Aus Phlegma, und weil der Wechsel meist auch mit einigem Aufwand (etwa die Umstellung der Daueraufträge) verbunden ist. Der wird meist höher empfunden, als die mögliche Kostenersparnis. arzt-wirtschaft.de rät deshalb: Nutzen Sie den Wettbewerb der Banken und vergleichen Sie die Entgelte.

Die meisten Banken sind bei den Formalitäten der Ummeldung und bei der Übernahme von Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen behilflich. Viele Geldinstitute kümmern sich auch um die Kündigung Ihres bestehenden Kontos. Diesen Service können Sie bei der Eröffnung Ihres neuen Kontos beantragen. Für ein Girokonto gibt es keine Kündigungsfristen, ein Wechsel ist also jederzeit möglich. Gebühren entstehen bei der Löschung der alten Kontoverbindung nicht.

Bevor Sie Ihr altes Konto kündigen, warten Sie mit der Kontolöschung, bis Ihre neue EC-Karte und gegebenenfalls Kreditkarte und für das Online-Banking PIN und TAN vorliegen. Das dauert etwa ein bis zwei Wochen, da Karten und Nummern aus Sicherheitsgründen immer getrennt verschickt werden. Um Fehlbuchungen zu vermeiden, führen Sie in der Zwischenzeit das alte und das neue Girokonto einfach parallel.

Achten Sie beim Wechsel des Girokontos besonders auf Daueraufträge, Lastschrifteneinzüge beziehungsweise Einzugsermächtigungen, durch die Sie Vertragspartner bemächtigt haben, fällige Rechnungen von Ihrem Girokonto ab- zubuchen. Diese Kontobewegungen können Sie Ihren alten Kontoauszügen oder persönlichen Unterlagen entnehmen. Teilen Sie der KV die neue Bankverbindung mit und informieren Sie Versicherungen, Zeitungsverlage, GEZ, Telefonanbieter und Firmen, denen Sie eine Einzugsermächtigung für Ihr Konto erteilt haben, über die Änderungen. Fast alle Banken bieten für diesen Zweck vorformulierte Postkarten, die Ihnen diese Aufgabe erleichtern.

Wichtig für die Wahl eines geeigneten kostensparenden Girokontos ist es, die eigenen Bedürfnisse und Gewohnheiten zu kennen. Beobachten Sie Ihr Konto und Ihr persönliches Nutzungsverhalten über einen längeren Zeitraum und rechnen Sie alle Kosten zusammen:

■ Wie hoch ist Ihre durchschnittliche monatliche KV-Abschlagszahlung?

■ Wie hoch sind die durchschnittlichen monatlichen PKV-Zuflüsse?

■ Wie viele Überweisungen, Daueraufträge und Einzugsermächtigungen laufen über Ihr Konto pro Monat?

■ Benötigen Sie eine EC- beziehungsweise Kreditkarte?

Alle benötigten Informationen, auch Ihre bisher bezahlten Kontoführungsgebühren, entnehmen Sie einfach Ihren Kontoauszügen.

In diesem Zusammenhang spielt die Betreuung und damit verbundene Kosten für das Girokonto eine zentrale Rolle. Möchten Sie Ihr Geldinstitut schnell erreichen und benötigen in regelmäßigen Abständen eine individuelle Kundenbetreuung, bieten sich die klassischen Filialbanken an. Sind Ihnen diese Kriterien nicht so wichtig, sondern wollen Sie Kontoführungskosten sparen und eine Guthabenverzinsung für Ihr Girokonto, dann eignen sich die so genannten Direktbanken.

Prinzipiell werden unterschiedliche Konten- und Leistungsmodelle angeboten. In Pauschalangeboten sind die Kosten für einzelne Transaktionen, wie etwa Überweisungen, in der monatlichen Grundgebühr enthalten. Viele Geldinstitute lassen sich diese jedoch gesondert bezahlen. Versuchen Sie so weit wie möglich alles selbst zu machen. Oft wird jede Leistung der Bankmitarbeiter über die Kontoführungsgebühren abgerechnet, benutzen Sie deshalb Kontoauszugsdrucker, Geldautomaten oder die Selbstbedienungsterminals.

Auskunft über die Kosten von Girokonten geben die Preisaushänge. Diese müssen, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, gut sichtbar im Schalterraum und Schaufenster der jeweiligen Filiale platziert sein. Außerdem ist die Bank verpflichtet, am Schalter ein ausführliches und vollständiges Preisverzeichnis zur Einsicht bereitzuhalten. Die Hauptserviceleistungen einer Bank müssen kostenfrei sein. Setzen die Banken verstärkt auf Selbstbedienung, dürfen Ihnen dadurch keine Mehrkosten entstehen. Am meisten können Sie sparen, wenn Sie Ihre Transaktionen online abwickeln. Neben dem üblichen Service für ein Girokonto bieten die meisten Filialbanken zusätzlich auch Online-Banking an.

auw.de-KOMPAKT

Geschmacksache

Für welches Kreditinstitut und Girokonto Sie sich letzten Endes entscheiden, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab. Sie sollten wissen, welche Erwartungen Sie an Ihr neues Girokonto haben und welche Art von Bank Ihre individuellen Kundenwünsche erfüllen kann.

Bei den Filialbanken sind Angebote für kostenlose Girokonten meist an Bedingungen geknüpft, wie etwa an den Eingang eines monatlichen Mindestbetrags oder die Nutzung eines Online-Kontos. Wer hohe Grundgebühren bezahlt, sollte sich auf jeden Fall auf umfassenden Service verlassen können. Direktbanken bieten im Gegensatz dazu einen guten Service und dauernde Erreichbarkeit bei niedrigen Kosten und dadurch ist Online-Banking ist nicht nur günstig, sondern auch bequem.

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