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Umfrage

Dr. Google und Digitalisierung: Corona verändert das Gesundheitsverhalten

von Marzena Sicking

Arzt legt Würfel mit der Aufschrift E-Health
Foto: Michael Petrov - stock.adobe.com
Onlinebehandlung, Dr. Google, Digitalisierung: Corona verändert unser Verhalten in Sachen Gesundheit, das belegt der neue STADA Health Report.

Eine der wichtigsten Lehren der vergangenen zwei Jahre ist der digitale Fortschritt – auch in Bezug auf Gesundheitsfragen. Doch wie stehen die Deutschen zum Thema Digitalisierung im Bereich Gesundheit? Offenbar wird sie von der Mehrheit begrüßt, wie der aktuelle STADA Health Report zeigt.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung (56 Prozent) könnte sich den Ergebnissen zufolge mit der Idee anfreunden, ihren Hausarzt per Webcam zu konsultieren. Besonders interessant ist jedoch, dass diese Zahl Anfang 2020, also vor der Corona-Pandemie, noch bei 62 Prozent lag. Offenbar hat nicht jeder Befragte gute Erfahrungen mit der Videosprechstunde gemacht.

Aktuell scheinen die Deutschen beim Thema digitale Sprechstunde jedenfalls geteilter Meinung zu sein: 24 Prozent halten sie für eine gute Option – auch im Hinblick auf die Zeitersparnis. 27 Prozent hingegen schätzen den persönlichen Austausch mit ihrem Arzt so sehr, dass sie nicht darauf verzichten möchten. Jeder Dritte (32 Prozent) ist offen dafür, eine digitale Sprechstunde auszuprobieren, hat diesen Schritt bisher aber trotzdem noch nicht gewagt.

Dr. Google wird immer beliebter

Die Pandemie hat auch die Art und Weise, wo wir nach Gesundheitsinformationen suchen, spürbar verändert. Digitale Recherchen haben noch mehr an Bedeutung gewonnen. 43 Prozent der Deutschen geben an, dass sie im vergangenen Jahr deutlich häufiger (14 Prozent) oder etwas häufiger (29 Prozent) auf Online-Quellen zurückgegriffen haben, um sich über Gesundheitsfragen zu informieren. Das Internet wird auch von 30 Prozent der Deutschen genutzt, um sich in Bezug auf die Einnahme von Medikamenten, deren Wechsel- und Nebenwirkungen schlau zu machen.

Gesundheits-Apps – eine sinnvolle Unterstützung?

69 Prozent der Deutschen würden digitale Beipackzettel von Medikamenten befürworten. Nicht zuletzt, weil sie praktischer wären und weniger Abfall verursachen würden (30 Prozent). Dennoch möchten 44 Prozent nicht ganz auf die Papierversion verzichten. Apropos digitale Medien: Gesundheits-Apps sind in Deutschland nicht besonders beliebt. Nur 7 Prozent der Befragten geben an, eine Vielzahl von Gesundheits-Apps zu nutzen. Die jüngere Generation der 18- bis 34-Jährigen ist da etwas aufgeschlossener. Insgesamt halten 30 Prozent der Deutschen Gesundheits-Apps nicht für sinnvoll.

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