MFA bleibt die Nummer 1: Ausbildungsmarkt 2025 setzt Praxen unter Druck
Marzena SickingDie MFA bleibt 2025 die beliebteste duale Ausbildung bei Frauen. Gleichzeitig sinkt die Zahl neuer Ausbildungsverträge insgesamt. Für Praxen verschärft sich damit der Wettbewerb um medizinischen Nachwuchs.
Im Jahr 2025 begannen insgesamt 461.900 Menschen eine duale Berufsausbildung in Deutschland. Bei den weiblichen Auszubildenden führt die medizinische Fachangestellte (MFA) die Rangliste mit deutlichem Abstand an: 16.100 Frauen – das entspricht 10 % aller weiblichen Neuverträge – entschieden sich für diesen Beruf. Auf Platz 2 folgte die Kauffrau für Büromanagement (14.900 Neuverträge), auf Platz 3 die zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) mit 13.400 Neuverträgen (8 %). Die Reihenfolge der drei häufigsten Ausbildungsberufe bei Frauen blieb gegenüber 2024 damit unverändert.
Gesamtmarkt schrumpft – medizinische Berufe bleiben stabil
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Als bevorzugte Quelle auswählenTrotz der Spitzenplätze von MFA und ZFA gibt es einen Wermutstropfen: Insgesamt sank die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 2,8 %. Das bedeutet insgesamt 13.100 Azubi-Verträge gegenüber dem Vorjahr. Bereits 2024 war ein Rückgang von 1,0 % verzeichnet worden. Besonders auffällig: Vor allem die Zahl der deutschen Auszubildenden sank stark, nämlich um 6 % (–25.600 Personen). Gleichzeitig stieg die Zahl der Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 % (+12.400 Personen).
Ausländische Auszubildende: Medizinische Berufe besonders gefragt
Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit wählen überproportional häufig medizinische Ausbildungsberufe.
ZFA: 23 % der Neuverträge in Zahnarztpraxen wurden mit Frauen ohne deutsche Staatsangehörigkeit abgeschlossen
MFA: Hier beträgt der Anteil der neuen Azubis ohne deutsche Staatsangehörigkeit aktuell 11 %
Besonders stark stiegen die Neuverträge bei Auszubildenden mit ukrainischer Staatsangehörigkeit (+64 % auf 9.500) und vietnamesischer Staatsangehörigkeit (+36 % auf 9.600). Auch bei Personen mit türkischer (+48 %) und afghanischer Staatsangehörigkeit (+47 %) verzeichnete man 2025 deutliche Zuwächse bei den Azubi-Neuverträgen. Langfristig hat sich die Zahl der Neuverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit in zehn Jahren mehr als verdoppelt: von knapp 38.800 im Jahr 2015 auf 82.400 im Jahr 2025.