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Die Unzufriedenheit der Deutschen mit dem Gesundheitssystem wächst und befeuert so auch den Trend, sich die erste Diagnose nicht beim Arzt, sondern lieber bei einer Künstlichen Intelligenz (KI) zu holen. Das zeigt zumindest eine Umfrage des Pharma-Herstellers Stada aus dem hessischen Bad Vilbel.

Stada Health Report 2026

Für den Stada Health Report 2026 befragte das Marktforschungsinstitut Human8 im Februar und März 2026 insgesamt 19.514 Menschen im Alter von 18 bis 99 Jahren in 20 Ländern, darunter 2.001 Menschen in Deutschland - repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region.

2020 waren demnach noch 80 Prozent der Deutschen mit dem Gesundheitssystem zufrieden, 2025 waren es nur noch 68 Prozent - 2026 sank der Wert weiter auf aktuell 63 Prozent. Die größten Klagen: zu wenig Personal und zu lange Wartezeiten in Praxen und Kliniken.

Wofür nutzen Menschen KI in Gesundheitsfragen?

Das hat Folgen: Bereits 45 Prozent der Befragten nutzen demnach KI auch für Gesundheitsfragen. Wofür genau? 17 Prozent nutzen die KI für eine erste Einschätzung ihrer Symptome und bereiten sich so auf den Arztbesuch vor. 26 Prozent wollen mit KI die durch den Arzt gestellte Diagnose besser verstehen und 13 Prozent holen sich bei der Künstlichen Intelligenz eine Zweitmeinung nach dem Arztbesuch ein.

Insgesamt sind laut Umfrage ganze 81 Prozent offen dafür, dass KI künftig eine stärkere Rolle in ihrer Gesundheitsversorgung spielt – nur 19 Prozent lehnen jeden KI-Einsatz in diesem Bereich ab.

Wenn es um den Missbrauch der Daten durch die KI geht, zeigt man sich noch gespalten: 41 Prozent der Befragten in Deutschland sagten, sie würden all ihre Gesundheitsdaten der KI zugänglich machen, um damit Diagnosen und Therapien zu verbessern. 45 Prozent der Befragten sagten aber auch, dass sie sich sorgen, dass ihre Gesundheitsdaten missbräuchlich und ohne ihr Wissen genutzt werden können.

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