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Helios setzt sich für mobile Arztpraxen ein

von Marzena Sicking

Mobile arztpraxis
Foto: Robert Kneschke - stock.adobe.com

Auf dem Land wird der Ärztemangel zunehmend spürbar. Ein Modell für die Gesundheitsversorgung der Zukunft können mobile Arztpraxen sein. Deutschlands größter privater Gesundheitsversorger Helios steht bereit, entsprechende Pilotprojekte zu unterstützen.

„Der Zugang zu guter und verlässlicher gesundheitlicher Versorgung muss überall in Deutschland, ob in der Stadt oder auf dem Land, gewährleistet sein.“ Dieser Satz steht im Sondierungspapier von SPD, Grünen und FDP. Geht es nach Helios, gibt es bereits eine Idee dafür: mobile Arztpraxen. Dafür müssen jedoch noch die entsprechenden gesetzlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

„Modellprojekte wie mobile Arztpraxen und Gemeindeschwestern schließen derzeit jedoch nur punktuell oder zeitweilig eine bestehende Versorgungslücke und agieren oft nicht kostendeckend. Das muss sich dringend ändern und Helios kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten“, sagt dazu Enrico Jensch, Chief Operating Officer (COO) bei Helios. Der Klinikbetreiber stehe bereit, um entsprechende Pilotprojekte zu unterstützen.

Bei Patienten kämen mobile Arztpraxen wohl gut an, wie eine von Helios in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zeigt:

  • Mobile Gesundheitsangebote, wie eine mobile Arztpraxis, werden bisher so gut wie gar nicht angeboten, bzw. sind den Befragten nicht bekannt (84 % nein, 15 % weiß nicht).
  • Gibt es ein solches Angebot (1 %), wird dies mehrheitlich als hilfreich empfunden.
  • Ein Drittel der Befragten, in deren Region kein mobiles Gesundheitsangebot existiert, würde sich ein solches Angebot wünschen.
  • Überdurchschnittliches Interesse zeigen Personen unter 35 Jahre (42 %), Frauen (38 %) und Personen aus dem ländlichen Raum (38 %)
  • Eine mobile Arztpraxis sollte nach Meinung der Befragten wöchentlich (38 %) oder täglich (16 %) in der Gemeinde oder Stadt Halt machen.
  • Für gut die Hälfte der Befragten (54 %) ist die physische Anwesenheit eines Arztes zwingend erforderlich, 38 Prozent akzeptieren auch eine medizinische Fachkraft vor Ort, wenn ein Arzt bedarfsweise per Video zugeschaltet werden kann. Jüngere zeigen hierfür eine deutlich höhere Akzeptanz (50 %).

Rollende Arztpraxis könnte Versorgung auf dem Land verbessern

“Es wäre ein Kinderspiel, mit ‚rollenden Arztpraxen‘ die wohnortnahe und niedrigschwellige Versorgung auf dem Land dauerhaft zu verbessern. Doch leider wird das noch durch gesetzliche Regularien und nicht mehr zeitgemäße Vergütungsmodelle seitens der Kostenträger verhindert. Wir wollen jetzt mit politischen wie institutionellen Entscheidern ins Gespräch über die Zukunft der mobilen Haus- und Facharztversorgung kommen“, so Jensch weiter. Er ist sich sicher: „Wenn wir jetzt nicht die entscheidenden Schritte zur Verbesserung der landärztlichen Versorgung gehen, sind absehbar große Teile der Bevölkerung von einer qualifizierten und zeitnahen Gesundheitsversorgung abgeschnitten.“

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