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Personalmangel im Gesundheitswesen macht Digitalisierung dringlicher

von Marzena Sicking

Krankenhaus
Foto: Sudok1 - stock.adobe.com

In deutschen Krankenhäusern macht sich der chronische Personalmangel derzeit schmerzlich bemerkbar. Digitalisierte Prozesse und Dienstleistungen könnten hierbei für Linderung sorgen. Diese These stellt zumindest die Information Services Group (ISG) in ihrem Report auf.

Dem „ISG Provider Lens Healthcare Digital Services Report Germany“ zufolge können digitalisierte Prozesse dabei helfen, die Effizienz der Gesundheitsdienstleister zu steigern, Kosten zu senken, Patientenservice und -versorgung zu verbessern und die Telemedizin voranzubringen. Zudem hätten digitale Lösungen das Potenzial, die ärztliche Versorgung in ländlichen Gebieten zu verbessern.

Krankenhäuser rufen Fördergelder nur zögerlich ab

Zugleich weist die Studie darauf hin, dass der Gesetzgeber die Digitalisierung des deutschen Gesundheitsmarktes nachdrücklich fördert. So ist die elektronische Patientenakte in Deutschland seit dem 1. Januar 2021 verbindlich. Auch das Krankenhauszukunftsgesetz fördert die Digitalisierung der Hospitäler hierzulande.

„Die zur Verfügung stehenden Fördermittel werden zum Teil jedoch eher zögerlich abgerufen“, sagt Frank Heuer, Principal Analyst bei ISG. „Dies hängt sicher auch damit zusammen, dass die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen nicht trivial ist. Die Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister müssen über dieses Know-how erst einmal verfügen.“ Hier würden sich Marktchancen für entsprechend ausgerichtete und spezialisierte IT-Dienstleister bieten.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Führende IT-Serviceanbieter für das Gesundheitswesen verfügen aktuell, so die ISG-Studie, über ein breites Spektrum verschiedener Digitalisierungslösungen. Dazu gehörten insbesondere auch Systeme auf Basis künstlicher Intelligenz, Lösungen zur Automatisierung sowie die Bereitstellung von Ressourcen aus der Cloud.

Das letztgenannte Thema stellt den ISG-Analysten zufolge IT-Verantwortliche im Gesundheitswesen vor besondere Herausforderungen. „Das Gesundheitswesen ist in Deutschland eine der am stärksten gesetzlich regulierten Branchen“, betont ISG-Analyst Frank Heuer. „Dies bedeutet, dass Dienstleister neben tiefen und umfassenden technischen Kenntnissen profunde Branchenkenntnisse benötigen und die zahlreichen gesetzlichen Regelungen kennen müssen.“

Im Markt „Provider Digital Transformation Services“, der auf Services für Gesundheitsdienstleister wie zum Beispiel Krankenhäuser fokussiert, untersuchte ISG in Deutschland insgesamt 21 Anbieter, wovon sich sieben als „Leader“ positionieren konnten.

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