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Mit dem neuen Förderformat rückt die DDG die praktische Versorgung hautkranker Menschen erstmals ins Zentrum eines Forschungspreises. Der „DDG-Zukunftspreis“ ist mit bis zu 100.000 Euro dotiert und wird von Almirall unterstützt. Bewerbungen können bis zum 30. Juni 2026 eingereicht werden.

Akut diskutierte Herausforderungen wie demografische Veränderungen, regionale Versorgungsunterschiede, Praxis- und Klinikschließungen oder Nachwuchsmangel machen deutlich, wie dringlich innovative Versorgungsideen in der Dermatologie sind. Mit dem neuen Preis erweitert die DDG ihr Förderspektrum gezielt um Projekte, die Lösungen für diese strukturellen Probleme entwickeln.

„Forschung, die Zukunft mitgestaltet“ – Breites Themenspektrum für Bewerbungen

Bislang konzentrierten sich DDG-Forschungspreise vor allem auf Grundlagen- und klinisch-wissenschaftliche Forschung. Der neue Zukunftspreis schließt nun diese Lücke. DDG-Präsident Prof. Dr. med. Mark Berneburg betont, dass Fortschritte in Diagnostik und Therapie nur dann wirken können, wenn sie ihren Weg bis zu den Patientinnen und Patienten finden.

Eingereicht werden können Projekte aus vielfältigen Themenfeldern, darunter:

  • Digitalisierung in der Dermatologie

  • Nachhaltige Versorgungskonzepte

  • Neue Therapiestrategien und interdisziplinäre Ansätze

  • Patientenorientierung und Empowerment

  • Prävention, Gesundheitsförderung und Resilienz

  • Soziale Innovationen

  • Versorgungspfade und Versorgungsforschung

Gerade Letztere bilden laut Berneburg eine Meta-Ebene, die die Analyse versorgungsrelevanter Erkenntnisse in den Mittelpunkt stellt.

Zukunftspreis richtet sich an ein breites Bewerberfeld

Der Kreis möglicher Bewerberinnen und Bewerber ist bewusst weit gefasst. Teilnahmeberechtigt sind:

  • Dermatologinnen und Dermatologen

  • Universitäre und nicht-universitäre dermatologische Kliniken

  • Dermatologische Praxen

  • Forschungsverbünde

  • Start-ups

Laut Prof. Dr. med. Amir Yazdi, Generalsekretär der DDG und Juryvorsitzender, schafft der Zukunftspreis wichtige Impulse für neue Projekte und stärkt bestehende Ideen. Das zweistufige Auswahlverfahren garantiere eine hohe Qualität bei der Förderung.

Mehrstufiges Bewerbungsverfahren: Von der Projektskizze bis zum Pitch

Neu ist das mehrstufige Bewerbungsprozess:

  • Projektskizze bis 30.06.2026: Einreichung einer Grundlage über das Online-Formular der DDG.

  • Auswahl durch die Jury: Prüfung nach Innovationsgrad, Relevanz und Machbarkeit. Einladung zur zweiten Phase im 4. Quartal 2026.

  • Vollantrag bis 31.12.2026: Erstellung eines umsetzungsreifen Konzeptes plus Pitch vor der Jury. Diese Kurzpräsentation fließt in die Endbewertung ein.

Die Prämierung kann ein einzelnes herausragendes Projekt oder mehrere besonders förderwürdige Vorhaben umfassen. Verliehen wird der DDG-Zukunftspreis auf der DDG-Tagung vom 21.–24. April 2027 in Berlin.

Weitere Informationen finden Sie hier: DDG-Zukunftspreis2026_A4-Ausschreibung_gesamt.pdf

Quelle:

Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)

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