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Initiative fördert Kommunikation zwischen Hausärzten und Patienten

von Marzena Sicking

Arzt und Patient
Foto: s_l - stock.adobe.com

Für viele Patientinnen und Patienten ist der eigene Hausarzt oder die eigene Hausärztin die erste Anlaufstelle. Deshalb ist eine vertrauensvolle Hausarzt-Patienten-Beziehung unerlässlich. Eine Gegebenheit, die der Sächsische Hausärzteverband mit der Initiative zukunft:hausarzt aktiv fördern möchte.

Seit Oktober 2021 bringt die Kampagne Hausärztinnen und -ärzte, Praxispersonal und Patientinnen und Patienten auf www.initiative-zukunft-hausarzt.de sowie einer Reihe von Social-Media-Kanälen zusammen. Das Ziel: gemeinsame Lösungsansätze für die hausärztliche Versorgung weiterentwickeln und somit zu der Gestaltung eines modernen Hausarzt-Patienten-Verhältnisses beitragen.

Medizinische Fachangestellte berichten über Praxisalltag

Im Mittelpunkt der Initiative zukunft:hausarzt steht ein breites Themenspektrum. Besonderes Aushängeschild sind hierbei die Interviews mit den Medizinischen Fachangestellten (MFA) aus Sachsen. Sie berichten in der Rubrik „Praxispersonal“ über den Alltag in der Hausarztpraxis und die besonderen Herausforderungen, die die Corona-Pandemie mit sich bringt.

Dabei verdeutlichen die Berichte aus dem Berufsalltag der MFAs besonders, dass sie echte Allrounder sind und sich täglich vielfältigen Aufgaben stellen – von der Patientenannahme, über Voruntersuchungen bis zur Verabschiedung der Patientinnen und Patienten. Aber auch, dass rund zwei Jahre Corona-Pandemie nicht spurlos am Praxispersonal vorbeigehen und es mit negativen Erfahrungen zu kämpfen hat.

Weitere Artikel bieten Medizinischen Fachangestellten außerdem hilfreiche Informationen zu Themen wie beispielsweise Fort- und Weiterbildungen, geben aber auch Tipps zum Umgang mit aggressiven Patientinnen und Patienten. Die Kommentarfunktion ist essenzieller Bestandteil der Webseite. Sie verdeutlicht den Kollaborations-Gedanken: So berichten dort andere MFAs ebenfalls aus ihrem Berufsalltag, teilen ihre persönlichen Erfahrungen und können mit anderen Usern in Kontakt treten.

Ein Austausch auf allen Kanälen

Neben der Webseite bieten die unterschiedlichen Social-Media-Kanäle ebenfalls einen Raum für Diskussionen und Austauschmöglichkeiten von Erfahrungen, an denen sich die Nutzerinnen und Nutzer beteiligen können. Während auf der Webseite User z. B. unter der Rubrik „Patientinnen & Patienten“ auf ihren Vertrauensverlust zu ihrem Hausarzt oder ihrer Hausärztin aufmerksam machen, wendet sich die Initiative zukunft:hausarzt hier auch explizit an Hausärztinnen und -ärzte.

Die Kollaborationskampagne fördert den Austausch der Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner untereinander und sammelt Themen und Ideen, die für die hausärztliche Versorgung der Zukunft essenziell sind. Ebenso liefern Nutzerinnen und Nutzer der unterschiedlichen Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und LinkedIn bereits erste konkrete Wünsche zum Optimierungsbedarf im Gesundheitsbereich.

Ein erstes Meinungsbild: Es muss sich etwas ändern!

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass es der hausärztlichen Versorgung an Innovationen und grundlegenden Optimierungen mangelt. Das Feedback der Community zeigt, dass sich eine Reihe von Nutzerinnen und Nutzern eine Digitalisierung des Gesundheitsbereichs wünschen. Dabei reichen die Vorschläge von einer Online-Terminvergabe über eine digitale Sprechstunde bis hin zu digitalen Rezepten, die beispielsweise auch bei einer Dauermedikation automatisch an die Hausapotheke weitergeleitet werden.

Auch das Thema Zeit spielt eine große Rolle. Eine Mehrheit der User wünscht sich verkürzte Wartezeiten, schnellere Terminvergaben, Sprechstunden für Berufstätige sowie ausführlichere Beratungsgespräche. Bei Hausärzten und Hausärztinnen stehen die Themen Finanzen und Bürokratie hoch im Kurs. Die Kampagne hilft bereits jetzt, gemeinsam mit Hausärztinnen und -ärzten, Praxispersonal sowie Patientinnen und Patienten erste Schwerpunkte zu identifizieren und den Gesundheitsbereich sowie die hausärztliche Versorgung grundlegend zu modernisieren und auf die Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft anzupassen. Auch soll der Austausch der verschiedenen Zielgruppen untereinander helfen, bei allen Beteiligten Verständnis füreinander aufzubauen und Unzufriedenheit vorzubeugen.

Weitere Informationen unter www.initiative-zukunft-hausarzt.de

Quelle: Sächsischer Hausärzteverband

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