Wirtschaftsnachrichten für Ärzte | ARZT & WIRTSCHAFT
Praxis
Inhaltsverzeichnis

1. MFA-Azubis frühzeitig suchen und kontinuierlich sichtbar bleiben

Viele Jugendliche entscheiden sich schon Monate vor dem Ausbildungsstart für ihren künftigen Beruf, spätestens mit dem Halbjahreszeugnis der letzten Klasse beginnt die heiße Bewerbungsphase. Wer als Arbeitgeber also erst im Frühsommer mit der Stellenausschreibung beginnt, kommt oft zu spät. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig Präsenz zu zeigen – online wie offline.

Ist bei Ihnen ein Ausbildungsplatz frei? Ein Hinweis auf der Praxishomepage, ein kurzer Social-Media-Post oder ein Aushang in der Berufsschule können bereits genügend Interesse bei der Zielgruppe wecken. Wichtig ist, dass die Praxis regelmäßig in allen Kanälen sichtbar bleibt, in denen sich auch die potentiellen Azubis tummeln, und nicht nur dann kommuniziert, wenn gerade eine Stelle frei ist.

2. MFA-Ausbildung über Ärztekammern und Fachverbände bewerben

Die Ärztekammern der Länder führen eigene Ausbildungsbörsen, in denen Praxen ihre offenen Lehrstellen (meist kostenlos) veröffentlichen können. Auch Fachverbände und Innungen unterstützen bei der Vermittlung: Sie stehen in engem Kontakt mit Schulen und beraten Jugendliche, die sich für medizinische Berufe interessieren. Hier Präsenz zu zeigen, kann sich also ebenfalls lohnen.

Viel Aufwand muss man dafür nicht betreiben: Ein kurzer Anruf genügt oft, um die Praxis in die entsprechenden Listen aufnehmen zu lassen. So erreicht man gezielt junge Menschen, die sich bewusst für eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten entschieden haben.

3. Online-Stellenbörsen gezielt für MFA-Recruiting nutzen

Neben großen Jobbörsen gibt es spezialisierte Plattformen für medizinische Ausbildungsberufe, etwa ausbildung.de, azubi-atlas.de oder natürlich auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Dort können Praxen nicht nur Stellenanzeigen veröffentlichen, sondern auch ein aussagekräftiges Profil mit Fotos, Teamvorstellung und Einblicken in den Praxisalltag anlegen.

Solche authentischen Darstellungen wirken stärker und vor allem auch sympathischer als standardisierte Ausschreibungen. Wer zusätzlich Suchbegriffe wie „MFA-Ausbildung Arztpraxis“ oder „Azubi Medizinische Fachangestellte“ integriert, verbessert seine Auffindbarkeit im Internet, ohne dass der Text künstlich wirkt.

4. Social Media Recruiting für MFA-Azubis nutzen

Instagram, TikTok oder YouTube sind längst feste Bestandteile der Berufsorientierung junger Menschen. Wer dort Einblicke in den Praxisalltag gibt, erreicht die Zielgruppe direkt und tut außerdem einiges für das Praxis-Image. Ein kurzes Video mit dem Team, ein Blick hinter die Kulissen oder ein ehrliches Statement einer Auszubildenden schaffen Nähe und Vertrauen. Dabei gilt: Authentizität schlägt Perfektion. Ein sympathischer Clip aus dem Alltag wirkt glaubwürdiger als ein aufwendig produzierter Imagefilm. Facebook kann ergänzend genutzt werden, um Eltern anzusprechen – sie spielen bei der Berufswahl ihrer Kinder oft eine größere Rolle, als man denkt.

5. MFA-Nachwuchs direkt an Schulen und Berufsmessen gewinnen

Viele Praxen warten eher passiv, bis Bewerbungen eingehen. Erfolgreicher bei der Suche nach passendem Personal ist aber, wer selbst auf die Kandidaten zugeht. Ein Besuch an einer Schule, ein Vortrag im Berufskolleg oder ein Stand auf einer lokalen Ausbildungsmesse können ersten Kontakt zu Kandidaten herstellen. Lehrkräfte freuen sich über Betriebe, die Einblicke in die Berufsbilder ihrer Mitarbeiter anbieten. So entsteht persönlicher Kontakt und oft der entscheidende Funke, der Jugendliche für den Beruf begeistert.

6. Praktika als Türöffner für zukünftige MFA-Azubis

Ein gut betreutes Praktikum ist auf jeden Fall die beste Werbung für die eigene Praxis. Viele spätere Auszubildende haben ihren Berufswunsch genau dort entdeckt. Entscheidend ist, dass Praktikantinnen und Praktikanten echte Einblicke erhalten und nicht nur langweilige Routineaufgaben übernehmen müssen. Ein strukturierter Ablaufplan, feste Ansprechpartner und Feedbackgespräche zeigen Wertschätzung und Professionalität. Wer Praktikantinnen ernst nimmt, gewinnt oft engagierte Bewerberinnen für die Ausbildung.

7. MFA-Ausbildung attraktiv gestalten und Talente langfristig binden

Und vergessen Sie nicht: Gute Bewerberinnen und Bewerber haben heute meist eine große Auswahl an MFA-Ausbildungsplätzen. Praxen, die mit klaren Perspektiven, fairer Vergütung und einer wertschätzenden Teamkultur punkten, haben hier die Nase vorn. Zeigen Sie deshalb, was Ihre Praxis besonders macht: flexible Arbeitszeiten, Fortbildungen, moderne Ausstattung oder ein familiäres Miteinander. Junge Menschen suchen Sinn, nicht nur Sicherheit und genau das kann eine Praxis bieten, die Verantwortung überträgt und Entwicklung ermöglicht.

MFA-Beruf bleibt gefragt,Praxen müssen aktiv bleiben

Der Beruf der Medizinischen Fachangestellten bleibt auf jeden Fall gefragt, das bestätigt auch die steigende Zahl der Auszubildenden. Trotzdem müssen Praxen aktiv um den Nachwuchs werben. Wer frühzeitig plant, gezielt kommuniziert und den Beruf authentisch präsentiert, hat gute Chancen, motivierte Auszubildende zu gewinnen und sie langfristig ans Team zu binden.

FAQ zur MFA-Azubi-Suche

Wann sollte ich mit der Azubi-Suche beginnen?

Spätestens im Frühjahr vor Ausbildungsbeginn – viele Jugendliche entscheiden sich frühzeitig.

Welche Plattformen eignen sich für MFA-Azubis?

Beispielsweise Plattformen wie Ausbildung.de, Azubi-Atlas.de und unbedingt auch die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit.

Wie kann ich junge Menschen für den MFA-Beruf begeistern?

Durch authentische Einblicke, Praktika und klare Entwicklungsperspektiven.

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