G-BA beschließt neue U10 für Kinder
Deborah WeinbuchMit der U10 soll eine bisherige Vorsorgelücke geschlossen werden. Geplant sind unter anderem Beratungen zu Bewegung, Ernährung und psychischer Gesundheit.
Eine neue U10 soll die Lücke zwischen der U9 und der Jugendgesundheitsuntersuchung J1 schließen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das neue Früherkennungsangebot für neun- bis zehnjährige Kinder beschlossen.
Im Fokus stehen Übergewicht, körperliche Aktivität, digitaler Medienkonsum und psychische Auffälligkeiten. Bei gesundheitlichen Risiken sollen Pädiater Kind sowie Eltern beraten und über Präventionsangebote informieren. Zur U10 gehört zudem eine ausführliche Anamnese familiärer Risiken und Belastungen. Besteht der Verdacht auf eine familiäre Hypercholesterinämie, soll diesem nachgegangen werden.
Die Lebensqualität rückt stärker in den Fokus
Neu ist ein standardisierter Elternfragebogen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität einschließlich des psychischen Wohlbefindens. Die Eltern füllen ihn vor der Untersuchung aus, die Ergebnisse werden mit dem Kind besprochen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Impfberatung, insbesondere zur HPV-Impfung. Auch 13- bis 14-Jährige sollen künftig einen Fragebogen zur Lebensqualität bekommen.
Die Untersuchungsergebnisse der J1 werden im Gelben Heft dokumentiert. Bis die U10 angeboten werden kann, stehen noch die Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium, das Inkrafttreten des Beschlusses und die Festlegung der Vergütung im EBM an.