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„Als Lungenmediziner erleben wir täglich, welche Folgen das Rauchen für die Betroffenen und ihre Familien hat“, sagte DGP-Pastpräsident Prof. Wolfram Windisch. Viele tabakbedingte Erkrankungen entwickelten sich über Jahrzehnte und seien später oft nur noch eingeschränkt behandelbar.

Nach Angaben der Fachverbände sterben in Deutschland jährlich rund 131.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Tabakkonsum gilt zudem als wichtigster vermeidbarer Risikofaktor für Krebserkrankungen und ist mit Erkrankungen wie COPD, Herzinfarkt und Schlaganfall verbunden.

Höhere Preise könnten Raucherquote senken

Die Verbände verweisen auf eine im Juli 2026 veröffentlichte Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Nicotine & Tobacco Research. Darin wurden 21 Studien zum Rauchverhalten von 18- bis 25-Jährigen ausgewertet. Demnach stehen höhere Tabaksteuern mit niedrigeren Raucherquoten, geringerem Zigarettenkonsum und häufigeren Rauchstopps in Zusammenhang.

„Gerade in jungen Jahren entscheidet sich häufig, ob aus gelegentlichem Rauchen eine dauerhafte Nikotinabhängigkeit wird“, sagte Prof. Natascha Sommer, Sprecherin der DGP-Sektion Tabakprävention und Gesundheitsfürsorge.

Preise könnten bis 2030 deutlich steigen

Nach Angaben der Fachgesellschaften kostet eine Schachtel mit 20 Zigaretten derzeit durchschnittlich 8,05 Euro. Für 2027 werden Preise von rund 9,10 Euro erwartet. Bis 2030 könnte der Preis auf knapp 11,80 Euro steigen. Das entspräche einem Plus von rund 46 Prozent innerhalb von vier Jahren.

Besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene reagieren nach Einschätzung der Verbände sensibel auf Preissteigerungen. Deshalb bewerten sie die Steuererhöhung als Instrument der Prävention und begrüßen ausdrücklich, dass auch E-Zigaretten in die Regelung einbezogen werden.