So können Sie bei Ihrem Praxisauto sparen
Heiko FeketeVersicherung, Spritpreise und Unterhalt: Die Kosten für ein Praxisauto steigen dieses Jahr weiter an. Mit diesen Tipps können niedergelassene Ärztinnen und Ärzte den Geldbeutel schonen und günstiger unterwegs sein.
Der allgemeine Preisanstieg beim Autofahren hat mehrere Facetten. Zum einen haben viele Kfz-Versicherungen in letzter Zeit ihre Prämien teils deutlich erhöht, was unter anderem an gestiegenen Reparaturkosten liegt. Auch die Einstufung in sogenannte Regionalklassen kann den Versicherungsbeitrag beeinflussen: Je höher das Schadensrisiko in einem ausgewählten Bezirk ist, desto höher ist die Einstufung, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Prämie. Der Ölpreisschock durch den Krieg im Iran lässt die Preise an Tankstellen rasant steigen. Zudem dürfte die Erhöhung des CO2-Preises für fossile Brennstoffe dafür sorgen, dass Benzin und Diesel im Laufe des Jahres unabhängig von geopolitischen Verwerfungen durchschnittlich um drei Cent teurer werden.
Großes Sparpotenzial bei Versicherungen
All diese Faktoren sorgen auch bei Praxisinhabern für einen höheren Kostendruck beim Praxis-Pkw. Viel lässt sich besonders bei Versicherungen sparen – hier sollten Niedergelassene den Stichtag 30. November im Auge behalten: Dann endet in der Regel die Kündigungsfrist, sodass Versicherte ihre Kfz-Police wechseln und so auf günstigere Tarife umsteigen können.
Wer seine Versicherung nicht wechseln will, kann auch bei laufenden Verträgen sparen. Autofahrer sollten immer wieder prüfen, ob die angegebene Jahreskilometerleistung noch den tatsächlich gefahrenen Kilometern entspricht. Eine Anpassung kann die Beiträge senken, ebenso wie eine höhere Selbstbeteiligung bei Teil- und Vollkasko. Diese wirkt sich bestenfalls günstiger auf die Jahresprämie aus – außerdem ist es ratsam, die Versicherungsbeiträge jährlich statt monatlich zu entrichten. Monatsraten können bis zu zehn Prozent teurer als Jahresraten ausfallen.
Einige Kaskoversicherungen bieten zusätzlich eine Werkstattbindung im Vertrag an, mit der sich die Kosten für Kunden nach Expertenmeinung um 15 bis 30 Prozent senken lassen. Diese Klausel ist aber nicht für jeden Fahrzeugtyp gleichermaßen gut geeignet, bei Neuwagen lohnt sie sich oft nicht. Eine freie Werkstattwahl kann unterm Strich auch bares Geld sparen, da freie Werkstätten oft um ein Drittel günstiger als Vertragswerkstätten arbeiten.
Auch Leasing oder Finanzierung können sich lohnen
Vor der Anschaffung eines Fahrzeugs stellt sich oft auch die Frage, ob Leasing oder Finanzierung die bessere Alternative zum Kauf ist. Hier ist es für Niedergelassene ratsam, mehrere Angebote von Händlern zu vergleichen und auf eventuelle Rabatte und Steuervorteile für Gewerbekunden zu achten. Leasing kommt insbesondere als flexibles Modell infrage, wenn schon im Vorfeld keine Kaufabsicht besteht und die vereinbarte Kilometerzahl voraussichtlich nicht überschritten wird.
Dann lässt sich vor allem durch niedrige Raten und vergünstigte Jahresinspektionen viel Geld sparen. Bei einer Finanzierung geht das Fahrzeug nach einer festgelegten Kreditlaufzeit in den Besitz des Kreditnehmers über, das Auto wird so zu einem festen Preis in monatlich vereinbarten Raten abbezahlt. Da hier der Kauf auch ohne Eigenkapital möglich ist, eignet sich diese Vorgehensweise für ein geringeres Budget.
Tipps, um beim Tanken zu sparen
Morgens zwischen 7 und 8 Uhr ist Sprit am teuersten. Abends zwischen 19 und 20 Uhr tanken ist am günstigsten: Laut einer ADAC-Auswertung sind die Spritpreise in diesem Zeitraum um bis zu 4,28 Cent pro Liter günstiger als der Mittelwert.
Spezielle Tank-Apps vergleichen zusätzlich die Preise an Tankstellen.
Eine vorausschauende Fahrweise kann den Kraftstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken.